Für die Konstruktion von Innentüren gibt es tausende Variationsmöglichkeiten. Ein wesentlicher Einflussfaktor ist die Funktion: Türen, die z. B. Schallschutz bieten sollen, werden speziell dafür konstruiert. Gleiches gilt für Anforderungen wie Einbruchhemmung, Klimastabilität oder Feuchtigkeitsbeständigkeit.
Ein weiterer wichtiger Faktor ist das Design. Größe, Material und Gestaltung bestimmen die jeweilige Bauweise.
Band: Türbänder sind die Scharniere der Tür. Sie verbinden Türblatt und Zarge beweglich miteinander und tragen das Türblatt.
Türblatt: Das Türblatt (auch Türflügel) ist der bewegliche Teil der Tür.
Türdrücker: Ein Türdrücker ist ein Griff zum manuellen Öffnen und Schließen einer Tür.
Rosette: Eine Türrosette ist eine Abdeckplatte in kompakter Form über dem Türschloss. Größere Varianten werden als Türschild bezeichnet.
Einfache (sturzhohe) Innentür
Eine einfache Innentür wird auch Standard-Tür, Normtür oder DIN-Tür genannt. Sie wird nach Normmaßengefertigt. Die Maßzusammenhänge sind in der DIN 18100 / 18001 beschrieben. Die einfache Innentür sitzt zwischen dem Fußboden und dem Sturz, der Türöffnung in der Wand; deshalb nennt man sie auch sturzhohe Tür.
Raumhoch oder geschosshoch ist ein Türelement, wenn es die volle Höhe vom Fußboden bis annähernd zur Decke einnimmt. Raumhohe Konstruktionen können unterschiedlich ausgeführt sein: Das Türblatt kann selbst raumhoch sein; es kann mit einer Oberblende (unbewegliches Blendenelement über dem Türblatt) versehen sein oder mit einem Oberlicht (Glasfeld über dem Türblatt). Weitere Variationsmöglichkeiten sind die Ausführung mit oder ohne Kämpfer (als Kämpfer bezeichnet man den sichtbaren Quer-Riegel zwischen Oberblende/-licht und Tür) sowie mit oder ohne Zargenquerteil (horizontales Rahmenteil oben). Türelemente mit Oberlicht bieten sich insbesondere in Räumen an, in denen eine geschlossene Tür gewünscht ist, die aber ansonsten nur über wenig oder kein natürliches Licht verfügen, zum Beispiel innenliegende Flure.
Eine Innentür kann durch ein Seitenteil ergänzt werden - einen feststehenden seitlichen Rahmen, der verschieden gefüllt sein kann, z.B. mit Glas oder Holz. Ein Seitenteil kann auf der Schloss-Seite der Tür liegen oder auf der Band-Seite. Auch beidseitige Ausführungen sind möglich. Die Verbreiterung um ein Seitenteil bedeutet eine optische Betonung des Türelements. Besteht es aus Glas (Seitenlicht), fällt mehr Licht in den Raum.
Eine Innentür kann nach oben hin durch einen Rahmen ergänzt werden. Wird dieser Rahmen mit einer Füllung versehen (z.B. Holz), spricht man von einer Oberblende; wird er mit Glas gefüllt, spricht man von einem Oberlicht. Oberblende und Oberlicht betonen die Raumhöhe. Ein Oberlicht bringt zusätzlich mehr Licht in den Raum.
Innentüren verbinden Räume und beeinflussen die Wirkung eines Zuhauses oft stärker, als man denkt. Entdecken Sie verschiedene Designs, Materialien und Stilrichtungen und finden Sie Inspiration für ein stimmiges Wohnkonzept.