Zum Hauptinhalt springen

Wiki-Topic: Typen & Bauweisen

Deckenlochverkleidung bei Treppen

Damit eine Treppe von einem Geschoss ins andere führen kann, ist eine Öffnung in der Decke erforderlich. Diese wird als Deckenloch bezeichnet.

Nach dem Einbau der Treppe muss diese Öffnung optisch und konstruktiv sauber abgeschlossen werden. Eine einfache Lösung ist das Streichen oder Tapezieren im Bereich der Deckenöffnung, passend zur Decke.

Eine hochwertigere und optisch einheitlichere Lösung ist die sogenannte Deckenlochverkleidung. Sie sorgt für einen sauberen Übergang zwischen Treppe und Decke und fügt sich harmonisch in das Gesamtbild ein.

Meist bestehen Deckenlochverkleidungen aus Holzplatten, die farblich und materialtechnisch auf die Treppe abgestimmt sind. In einigen Fällen kommen auch Metallverkleidungen zum Einsatz.

Die Elemente werden individuell an die Größe der Deckenöffnung angepasst und anschließend montiert.

Für eine passende Treppenlösung und die dazugehörige Deckenlochverkleidung kann eine Beratung durch einen BAUWIKI-Fachhändler sinnvoll sein. Über den Bauvorhaben-Konfigurator lassen sich passende Ansprechpartner finden.

Podeste

Podeste bei verschiedenen Treppen. © DOLLE

Vor allem bei längeren Treppen dienen sogenannte Podeste als Ruhe- oder Ausweichflächen zwischen den einzelnen Treppenläufen. Sie erhöhen den Komfort beim Begehen und verbessern gleichzeitig die Sicherheit.

In bestimmten Fällen kann die Verwendung von Podesten nach DIN 18065 erforderlich sein, insbesondere bei längeren Treppenanlagen.

Grundsätzlich unterscheidet man verschiedene Podestarten:

  • Mittelpodeste zwischen zwei Treppenläufen
  • Wendepodeste bei Richtungsänderungen in zweiläufigen Treppen
  • Eck- oder Viertelpodeste bei einer 90°-Drehung

Die Maße der Podeste richten sich nach den Anforderungen der jeweiligen Treppensituation. In der Regel sollten Podeste mindestens so tief sein wie die nutzbare Laufbreite der Treppe.

Bei gewendelten oder runden Treppen wird die Podestlänge entlang der Lauflinie gemessen. Befindet sich eine Tür am Podest, muss zusätzlich ausreichend Bewegungsraum für das Öffnen der Tür berücksichtigt werden.

Für eine sichere und normgerechte Planung empfiehlt sich die Abstimmung mit einem BAUWIKI-Fachbetrieb in der Nähe. Über den Bauvorhaben-Konfigurator lassen sich passende Ansprechpartner finden.

Untersicht

Die Untersicht einer Treppe beschreibt den Blick von unten auf die Stufen. Da Treppen im Wohnraum oft offen sichtbar sind, spielt dieser Bereich auch gestalterisch eine wichtige Rolle.

Früher wurde die Untersicht häufig durch Verkleidungen wie eine glatte Decke verdeckt. Dadurch entstand der Eindruck einer geschlossenen Fläche, und der Raum unter der Treppe konnte optisch nicht mehr wahrgenommen werden. Dieser Bereich wurde dann meist nur noch als Stauraum genutzt.

Alternativ wurde teilweise nur die Untersicht verkleidet, sodass die Treppe von unten glatt und geschlossen wirkte. Diese Lösung findet sich heute noch in klassischen Wohnkonzepten.

Moderne Wohnstile setzen hingegen oft bewusst auf eine offene Gestaltung. Hier bleibt die Untersicht sichtbar, wodurch die Konstruktion leichter und transparenter wirkt.

Besonders bei Faltwerktreppen oder Kragarmtreppen ist die freie Untersicht ein zentrales Gestaltungselement, da sie die architektonische Wirkung der Treppe betont.

Welche Variante passend ist, hängt stark vom individuellen Wohnstil ab. Für eine persönliche Einschätzung empfiehlt sich die Beratung durch einen BAUWIKI-Fachbetrieb.

Setzstufe

Setzstufen bezeichnen den senkrechten Teil einer Treppenstufe, während der waagerechte Teil als Trittstufe definiert wird. Der Übergang zwischen beiden Elementen kann optisch kaum sichtbar sein oder bewusst als Gestaltungselement hervorgehoben werden.

Offene Treppen kommen ohne Setzstufen aus und bestehen ausschließlich aus Trittstufen. Bei geschlossenen Treppen hingegen sind Setzstufen ein zentrales Element der Konstruktion.

Häufig wird die Trittstufe leicht über die Setzstufe hinausgeführt, wodurch ein filigraner und moderner Effekt entsteht. Zusätzlich können kontrastierende Materialien oder Farben eingesetzt werden, um die Stufen optisch zu betonen.

Welche Vorteile bieten Setzstufen?

  • Sie verhindern, dass Schmutz oder Gegenstände zwischen die Stufen fallen.
  • Unter der Treppe entsteht ein geschlossener Bereich, der als Stauraum genutzt werden kann.
  • In bestimmten Konstruktionen tragen Setzstufen zur Stabilität der Treppe bei.
  • Sie erhöhen die Sicherheit, insbesondere für Kinder und Haustiere, da keine offenen Zwischenräume vorhanden sind.

Setzstufen können bei vielen Treppenarten eingesetzt werden, besonders häufig bei Wangentreppen. Auch bei Kragarm-, Wendeltreppen oder Spindeltreppen sind sie möglich. Bei Raumspartreppen oder Mittelholmtreppen werden sie dagegen in der Regel nicht verwendet.

Für eine individuelle Planung und Beratung stehen BAUWIKI-Fachbetriebe zur Verfügung.

Raumsparstufen

Raumsparstufen kommen vor allem bei Treppen zum Einsatz, die möglichst wenig Platz benötigen. Raumspartreppen mit dieser Stufenform werden auch als Wechselstufentreppen oder „Samba-Treppen“ bezeichnet.

Der Name ergibt sich aus der besonderen Geometrie der Stufen: Jede Stufe ist so gestaltet, dass eine Seite breit und die andere deutlich schmaler ist, ähnlich einer paddelartigen Form. Dadurch kann der Nutzer jeweils nur auf einer Seite sicher auftreten.

Bei Wechselstufentreppen sind diese Stufen abwechselnd angeordnet, sodass sich der Auftritt beim Gehen links und rechts abwechselt. Diese Bauweise wird häufig mit einem Mittelholm kombiniert, der die Konstruktion trägt.

Durch den versetzten Auftritt können die Stufen enger angeordnet werden, wodurch die Treppe insgesamt steiler wird und weniger Platz im Raum benötigt.

Allerdings eignen sich Wechselstufentreppen in der Regel nicht als Haupttreppe, sondern eher als Nebentreppe. Wenn zwei bewohnte Geschosse verbunden werden, sind sie baurechtlich meist nicht zulässig.

Für die praktische Einschätzung und das Ausprobieren solcher Treppen empfiehlt sich der Besuch bei einem BAUWIKI-Fachhändler in der Nähe.

Eingestemmte Stufen

Eingestemmte Stufen gehören zu den häufigsten Stufenarten bei Wangentreppen. Dabei werden die Stufen direkt in die seitlichen Wangen eingelassen und nicht auf diese aufgelegt.

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen zwei Ausführungen: Eingestemmte Stufen können mit oder ohne Untersicht ausgeführt werden.

Die Variante ohne Setzstufen und mit offener Konstruktion wirkt leicht und wird häufig als offene Treppe bezeichnet. Die geschlossene Variante mit Setzstufen sorgt dagegen für eine kompaktere Optik und mehr Geschlossenheit.

Bei der Montage werden die Stufen in ausgearbeitete Nuten der Wangen eingesetzt. Dadurch entsteht ein sehr präziser Übergang zwischen Stufe und Wange, sodass die Konstruktion optisch nahezu aus einem Guss wirkt.

Diese Bauweise wird besonders im modernen Innenausbau geschätzt, da sie eine klare und elegante Linienführung ermöglicht.

Aufgesattelte Treppenstufen

Foto einer Treppe mit aufgesattelten Stufen
Ein Beispiel für aufgesattelte Stufen© DOLLE

Die aufgesattelten Treppenstufen kommen bei einer Sonderform der Wangentreppe zum Einsatz. Dabei liegen die Trittstufen auf tragenden Holmen, die sägezahnförmig ausgeklinkt sind.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, diese Stufen an der Konstruktion zu befestigen. Häufig werden sie an ein oder zwei Holmen aus Holz oder Metall angebracht. Diese können entweder Z-förmig ausgeführt sein, sodass die Stufen einfach aufgelegt werden, oder gerade, wobei die Stufen verschraubt oder über Winkel fixiert werden.

Bei geraden Treppen ist diese Bauweise meist unproblematisch. Bei gewendeltem Verlauf oder abgeschrägten Stufen steigen jedoch die Anforderungen an die Statik, sodass die Konstruktion sorgfältig geplant werden muss.

Auch die Integration von Geländerstäben ist flexibel möglich, entweder direkt in den Stufen oder über separate Befestigungen am Tragholm.

In Bezug auf Materialien, Oberflächen und Handlaufvarianten bestehen bei aufgesattelten Treppen zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten.

Für die konkrete Planung empfiehlt sich die Beratung durch einen BAUWIKI-Fachbetrieb. Über den Bauvorhaben-Konfigurator lassen sich passende Ansprechpartner finden.

Abgeschrägte Treppenstufen

Abgeschrägte Treppenstufen, bei Geschosstreppen auch als gezogene Stufen bezeichnet, kommen immer dann zum Einsatz, wenn eine Treppe eine Wendelung aufweist.

In diesem Fall verlaufen die Stufenkanten nicht gerade, sondern sind schräg geschnitten. Je nach Grad der Wendelung fällt diese Abschrägung stärker oder schwächer aus.

Gezogene Stufen werden nicht nur bei Wendeltreppen und Spindeltreppen eingesetzt, sondern auch bei anderen Treppenformen mit Richtungsänderung.

Grundsätzlich kann jeder Stufentyp als gezogene Variante ausgeführt werden, etwa Blockstufen, Setzstufen oder Stufen mit Untersicht.

Welcher Grad der Abschrägung im jeweiligen Fall sinnvoll ist, hängt von der Treppengeometrie ab und sollte durch einen BAUWIKI-Fachbetrieb geplant werden.

Blockstufe

Wie der Name bereits sagt, bestehen Blockstufen aus einem einzelnen massiven Block. Dieser kann aus unterschiedlichen Materialien gefertigt sein, am häufigsten werden jedoch Stein oder Holz verwendet.

Der Vorteil von Blockstufen liegt in ihrer hohen Stabilität und Belastbarkeit. Gleichzeitig erfordern sie jedoch eine tragfähige Unterkonstruktion, da ihr Eigengewicht deutlich höher ist als bei anderen Stufenarten.

Aus diesem Grund werden Blockstufen vor allem im Außenbereich eingesetzt, beispielsweise bei Eingängen zu Gebäuden oder im Garten. Sie werden dort meist auf einem Betonfundament oder direkt im Erdreich verankert.

Auch im Innenbereich können Blockstufen vorkommen, etwa als besonders stabile Antrittsstufe, die fest mit dem Untergrund verbunden ist und zusätzliche Stabilität bietet.

Blockstufen müssen nicht zwingend massiv wirken. Durch einen sogenannten Unterschnitt kann die Trittfläche optisch hervorgehoben werden, wodurch eine leichtere und zweistufige Anmutung entsteht.

Für die Planung und Auswahl geeigneter Blockstufen empfiehlt sich die Beratung durch einen BAUWIKI-Fachhändler in der Nähe.

Gewendelte Treppen

Skizze von 3 Formen der Wendeltreppe
Die verschiedenen möglichen Formen einer gewendelten Treppe.

Der Vorteil gewendelter Treppen liegt vor allem in der platzsparenden Nutzung der vorhandenen Fläche. Durch den gebogenen Verlauf entstehen keilförmige Stufen, die an der Innenseite schmaler und an der Außenseite breiter sind.

Die sogenannte Lauflinie kann dabei individuell geplant werden und verläuft weder strikt gerade noch vollständig kreisförmig. Dadurch lässt sich die Treppe optimal an die räumlichen Gegebenheiten anpassen.

Gewendelte Treppen können sowohl am Antritt als auch am Austritt eine Richtungsänderung aufweisen. Je nach Winkel unterscheidet man zwischen viertelgewendelten Treppen (90°) und halbgewendelten Treppen (180°). Stärkere Richtungsänderungen werden häufig als Wendeltreppen bezeichnet.

Darüber hinaus gibt es weitere Sonderformen wie:

  • Y-förmige Treppen mit ein- und zweiläufiger Führung
  • S-förmige Treppen mit mehrfacher Richtungsänderung
  • Berliner Treppen als länglich gestreckte Wendelform

Für eine individuelle Planung und weitere Fragen zu gewendelten Treppen empfiehlt sich die Beratung durch einen Fachbetrieb vor Ort.