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Wiki-Topic: Typen & Bauweisen

Geschosstreppe – die häufigste Innenraumtreppe

Eine Geschosstreppe ist nach der entsprechenden DIN-Norm eine Treppe, die zwei Geschosse miteinander verbindet (DIN 18065). Damit ist sie in vielen Fällen die Haupttreppe eines Gebäudes.

Die Gestaltung einer Geschosstreppe ist vom persönlichen Geschmack und Wohnstil abhängig. Es gibt unterschiedliche Bauweisen, zum Beispiel Bolzentreppe, Wendeltreppe, Wangentreppe oder Mittelholmtreppe.

Wichtig ist dabei, dass der Begriff „Geschosstreppe“ nicht eine bestimmte Bauweise beschreibt, sondern lediglich die funktionale Verbindung zwischen zwei Geschossen bezeichnet. Sie kommt sowohl in privaten Wohnhäusern als auch in öffentlichen und gewerblichen Gebäuden vor.

Bodentreppe / Speichertreppe

Bedienung einer Bodentreppe© Dolle

Nutzen Sie Ihren Dachboden als Speicherraum? Dann stellt sich oft die Frage, ob eine feste Treppe wirklich notwendig ist, da der Zugang meist nur selten genutzt wird.

Eine mögliche Lösung ist eine Raumspartreppe, die deutlich weniger Platz benötigt als eine klassische Treppe und den Speicherzugang kompakt gestaltet.

Eine noch platzsparendere Variante ist die Bodentreppe oder Speichertreppe. Diese wird über eine Deckenöffnung ausgeklappt und nur bei Bedarf genutzt, wodurch sie im Alltag kaum Raum beansprucht.

Im eingeklappten Zustand ist die Treppe durch den Deckel nahezu unsichtbar und fügt sich unauffällig in die Decke ein.

Moderne Bodentreppen sind zudem gut gedämmt, sodass nur geringe Wärmeverluste zwischen Wohnraum und Dachboden entstehen. Die Konstruktion ist nach DIN EN 14975 geregelt, und es gibt auch Varianten mit sehr guten Dämmwerten für energieeffizientes Bauen.

Darüber hinaus können Bodentreppen je nach Ausführung einen geprüften Feuerwiderstand bieten, der je nach Produkt und Einbausituation zwischen 30 und 90 Minuten liegen kann.

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei Hauptarten: der Scherentreppe und der Treppenleiter.

Scherentreppe
Die Scherentreppe besteht meist aus Metall und lässt sich wie ein Faltmechanismus zusammenschieben. Dadurch ist sie besonders platzsparend und eignet sich auch für kleine Deckenöffnungen.

Treppenleiter
Die Treppenleiter ähnelt optisch eher einer Leiter und besteht häufig aus Holz. Sie wird meist mehrteilig ausgeführt und ist je nach Modell auszieh- oder aufklappbar.

Ein wesentlicher Unterschied zur normalen Treppe ist die deutlich steilere Neigung, die bei Bodentreppen typisch ist.

Die Bedienung erfolgt über einen Lukenkasten mit Deckel und eine ausklappbare Leiter- oder Scherenkonstruktion, die bei Bedarf heruntergelassen wird. Nach der Nutzung wird die Treppe wieder eingeklappt und der Deckel geschlossen.

Für die Montage ist eine passende Deckenöffnung erforderlich, in die der Lukenkasten eingesetzt wird. Dabei müssen bauliche Gegebenheiten wie Leitungen oder die Tragfähigkeit der Decke berücksichtigt werden.

Eine fachgerechte Installation wird empfohlen, da Planung, Einbau und Einstellung der Treppe präzise auf die baulichen Bedingungen abgestimmt sein müssen.

Arten von Treppenstufen

Ohne Treppenstufen wäre eine Treppe nicht vollständig. Daher sollte bei der Auswahl besonders auf Qualität geachtet werden, da die Stufen über viele Jahre hinweg hohen Belastungen ausgesetzt sind.

Entscheidend ist dabei sowohl das Material – etwa Holz, Glas oder Metall – als auch die konstruktive Ausführung, da je nach Treppentyp unterschiedliche Stufenarten eingesetzt werden.

Die wichtigsten Stufenarten sind:

  • Trittstufen
  • Setzstufen
  • Kinderschutzleisten
  • Blockstufen
  • Raumsparstufen (z. B. Samba-Stufen, abgeschrägte Stufen)
  • aufgesattelte und eingestemmte Stufen
  • volle Stufen
  • Stufenuntersicht

Begriffe wie Antrittstufe und Austrittstufe bezeichnen dabei keine spezielle Stufenart, sondern lediglich die erste und letzte Stufe einer Treppe.

Nicht jede Stufenart ist für jede Treppenkonstruktion geeignet. Raumspartreppen verwenden beispielsweise spezielle Raumsparstufen mit geschwungener oder abgeschrägter Form, die in Wendelung und geradem Lauf gleich bleiben können. Volle Stufen hingegen werden zur Wand hin breiter und bieten dadurch mehr Auftrittsfläche.

Blockstufen bestehen aus einem massiven Element und kommen häufig im Außenbereich, insbesondere bei Steintreppen, zum Einsatz.

Im Innenbereich werden dagegen meist Kombinationen aus Tritt- und Setzstufen verwendet, da diese leichter wirken, dekorativer sind und kostengünstiger hergestellt werden können. Die Trittstufe ist dabei die waagerechte Auftrittsfläche, während die Setzstufe den senkrechten Abschluss bildet.

Eine zusätzliche Option sind Kinderschutzleisten, die den Zwischenraum zwischen den Stufen reduzieren und so die Sicherheit erhöhen.

Auch die Montageart spielt eine Rolle: Eingestemmte Stufen werden in die Wangen eingelassen, während aufgesattelte Stufen auf den Wangen aufliegen.

Bei Unsicherheiten zur passenden Stufenart empfiehlt sich die Beratung durch einen BAUWIKI-Fachbetrieb in der Nähe.

Bauweise von Treppen

Treppen können nicht nur unterschiedliche Funktionen erfüllen, sondern auch sehr verschieden konstruiert sein. Bei Geschosstreppen zählen die Wendeltreppe und die Wangentreppe zu den bekanntesten Varianten. Während die Wendeltreppe geschwungen verläuft, zeichnet sich die Wangentreppe durch eine klare, gerade Linienführung mit seitlicher Stützkonstruktion aus.

Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl weiterer Bauweisen, die je nach Raum und Wohnstil unterschiedliche Vorteile bieten.

Eine Variante ist die Mittelholmtreppe, bei der die Stufen an einem zentralen Träger befestigt sind und optisch frei im Raum wirken.

Für begrenzte Platzverhältnisse eignen sich Steil- oder Wechselstufentreppen, bei denen entweder die Steigung erhöht ist oder die Stufen versetzt angeordnet werden.

Im modernen Innenausbau wird häufig die Faltwerktreppe eingesetzt, die durch ihre gefaltete Form eine sehr klare und architektonische Wirkung erzeugt. Auch Bolzentreppen sind beliebt, da sie eine leichte und schwebende Optik vermitteln.

Für eine schnelle und unkomplizierte Lösung können Systemtreppen eine geeignete Option sein, da sie in verschiedenen Ausführungen vorkonfiguriert erhältlich sind.

Welche Treppenart am besten geeignet ist, hängt von den räumlichen Gegebenheiten und dem gewünschten Stil ab. Eine Besichtigung verschiedener Modelle bei einem BAUWIKI-Fachbetrieb in der Nähe kann bei der Entscheidung helfen.

Treppentypen – verschiedene Treppen für verschiedene Einsatzbereiche

Welche Treppen-Typen gibt es? Treppen lassen sich nicht nur nach Material oder Abmessungen unterscheiden, sondern vor allem nach ihrer Verwendung. Dabei gibt es verschiedene Treppenarten.

Die bekannteste und meistverwendete ist die Geschosstreppe, die zwei Etagen miteinander verbindet und in nahezu jedem Wohngebäude vorkommt.

In vielen Häusern findet sich außerdem die Bodentreppe, auch Speichertreppe genannt, die den Zugang zum Dachboden ermöglicht und häufig klappbar oder ausziehbar konstruiert ist.

Eine weitere wichtige Variante ist der Dachausstieg, umgangssprachlich oft als „Schornsteinfegertreppe“ bezeichnet, der dem sicheren Zugang zum Dach dient.

Nottreppen (Feuertreppen) sind vor allem in größeren Gebäuden wichtig und dienen als zusätzlicher Fluchtweg im Ernstfall.

Auch Mauertreppen kommen vor, meist an der Außenseite von Gebäuden, um Höhenunterschiede wie Eingangsbereiche zu überbrücken.

Weitere Informationen zu den einzelnen Treppenarten finden Sie auf den jeweiligen Detailseiten. Bei Fragen kann auch ein BAUWIKI-Fachbetrieb weiterhelfen.

Zubehör

Eine Treppe besteht aus einer Konstruktion mit Stufen und einem Geländer und ermöglicht es, Höhenunterschiede im Gebäude zu überwinden. Ergänzend dazu gibt es Zubehör, das die Treppe funktional erweitert oder optisch an den Wohnstil anpasst.

Dazu gehört unter anderem eine Deckenlochverkleidung, die die Treppenöffnung sauber abschließt und für ein harmonisches Gesamtbild sorgt. Auch eine passende Beleuchtung kann die Treppe optisch hervorheben und für mehr Sicherheit im Dunkeln sorgen.

Gerade in Haushalten mit Kindern spielt Sicherheit eine wichtige Rolle. Treppenschutzgitter verhindern, dass Kleinkinder unkontrolliert die Treppe nutzen und reduzieren so das Unfallrisiko.

Ein weiteres Zubehör ist die Kniestocktüre. Diese wird eigentlich im Bereich des Drempels eingesetzt, kann aber auch genutzt werden, um Stauraum unter der Treppe zugänglich zu machen. So lässt sich der Bereich unter der Treppe sinnvoll als Abstellfläche nutzen.

Typische Zubehörbereiche rund um Treppen sind:

  • Deckenlochverkleidung
  • Kniestocktüre
  • Treppenschutzgitter
  • Treppenbeleuchtung

Für eine individuelle Beratung zu Treppenzubehör und Gestaltungsmöglichkeiten kann ein BAUWIKI-Fachhändler vor Ort unterstützen.