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Wiki-Topic: Materialien & Oberflächen

HPL-Schichtstoff

Querschnitt der Lagen des HPL-Schichtstoffs
Skizze HPL-Schichtstoff© Westag & Getalit AG

HPL-Türen sind selbst allerhärtesten Anforderungen gewachsen und werden überwiegend in Gebäuden eingesetzt, in denen Türen einer intensiven Nutzung unterliegen (z. B. Kindergärten, Schulen, Krankenhäuser).

HPL steht für High Pressure Laminate, also ein Laminat, das durch das Hochdruck-Verpressen mehrerer Lagen Papier mit härtendem Kunstharz entsteht – auch als Hochdrucklaminat bezeichnet.

Die Oberfläche wird mit einem Schutzfilm aus Melaminharz versehen. Durch den hohen Pressdruck entsteht eine geschlossene, porenfreie Oberfläche. Alternativ kann mit einem Prägeblech eine Oberflächenstruktur erzeugt werden, z. B. eine Holzpore oder eine Pergamentstruktur.

HPL-Oberflächen sind äußerst strapazierfähig, kratz- und stoßfest, schmutzunempfindlich, lichtecht und gegen haushaltsübliche Chemikalien resistent. Auch siedendes Wasser sowie feuchte oder trockene Hitze hinterlassen keine Spuren.

HPL-Oberflächen sind in vielen verschiedenen Farben, Dekoren und Holzreproduktionen erhältlich.

CPL-Schichtstoff

Querschnitt der Schichten des CPL-Schichtstoffs
Skizze CPL-Schichtstoff© Westag & Getalit AG

Melaminharze sind das Geheimnis der besonders robusten CPL-Schichtstoffe. CPL steht für Continuous Pressure Laminate, also ein Laminat, das durch das kontinuierliche Verpressen mehrerer Lagen Papier mit härtendem Melamin-Kunstharz entsteht.

Die Oberfläche wird mit einem Schutzfilm aus Melaminharz versehen. Das macht sie extrem belastbar. CPL-Oberflächen sind deutlich abrieb-, kratz- und stoßfester als viele andere Oberflächen. Sie halten leichten Kratzern ebenso wie Malstiften stand.

Sie sind lösungsmittel- und hitzebeständig, wischfest und pflegeleicht. Leichte Verschmutzungen lassen sich problemlos entfernen. Zudem sind CPL-Oberflächen farb- und lichtecht und dunkeln nicht nach.

Die CPL-Beschichtung eignet sich besonders für Türen, die stärker beansprucht werden, und ist beispielsweise bei Familien mit kleinen Kindern sehr beliebt.

CPL-Oberflächen gibt es in verschiedenen Dekoren und Farben – neben klassischem Weiß auch in gängigen Holzoptiken und unterschiedlichen Fantasiedekoren. Beliebte Holzreproduktionen sind Buche, Ahorn und Esche. Dank hochwertiger Dekorpapiere sind CPL-Holzoptiken für Laien kaum von echten Furnieroberflächen zu unterscheiden.

Oberflächenmaterial

Tabelle der Oberflächenmaterialien
Welche Oberfläche empfiehlt sich für welchen Einsatzbereich?© Westag & Getalit AG

Wichtigstes Designmerkmal einer Tür ist neben der Form die Oberfläche (Decklage). Sie bestimmt, wie eine Tür aussieht, und beeinflusst zugleich Eigenschaften wie Kratz-, Stoß- und Lichtempfindlichkeit – und damit die Einsatzbereiche der Tür.

Die Oberfläche von Türen und Zargen kann aus lackiertem Echtholzfurnier, Dekor (Folie), verschiedenen Kunststoffoberflächen (insbesondere CPL und HPL) oder aus Weißlack bestehen.

Die edelste Türoberfläche ist das Furnier, eine dünne Holzschicht eines natürlich gewachsenen Baumstamms. Holzoberflächen können unterschiedlich veredelt werden – zum Beispiel mit Farbe, Lack, Lasur, Wachs oder Öl.

Daneben gibt es Oberflächen aus Schichtstoffen, also Materialien aus zerkleinerten Holzpartikeln, die mit Kunstharz verpresst und anschließend beschichtet werden.

Eine Tür kann auch mit unterschiedlichen Oberflächen ausgestattet sein – zum Beispiel mit Furnier auf der Innenseite und Weißlack auf der Außenseite.