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Wiki-Topic: Tuerbeschlaege

Spion bei Wohnungseingangstüre

Bei einer Wohnungseingangstür im Mehrfamilienhaus ermöglicht ein Türspion die Sicht durch die verschlossene Tür ins Treppenhaus. Er wird in ein Loch im Türblatt eingesetzt.

Türspione unterscheiden sich in Erfassungswinkel, Oberflächen und Verschlussklappen.

Ein klassischer Türspion besteht aus einem Gehäuse mit Glaslinse und hat meist einen Durchmesser von etwa 1 bis 2 cm. Durch den speziellen Schliff der Linse (Weitwinkeloptik) ist nahezu die gesamte Fläche vor der Tür einsehbar. So lässt sich erkennen, wer vor der Tür steht, bevor geöffnet wird.

Alternativ kommen heute auch elektrische Überwachungssysteme mit Kamera zum Einsatz. Das Bild wird auf einem Monitor im Innenbereich angezeigt. Diese Systeme können bei vorhandener Stromversorgung auch nachträglich installiert werden.

Höhe des Türspions bei Innentüren

Der Türspion wird – sofern nichts anderes vereinbart ist – nach geltender DIN-Norm in einer Höhe von 140 cm ab Unterkante Türblatt montiert.

Diese Position ist besonders für Familien sinnvoll, da auch Kinder den Türspion nutzen können. Die Höhe lässt sich jedoch individuell anpassen, z. B. bei größeren Personen nach oben.

Bei Wohnungseingangstüren, die barrierefrei geplant werden, sollte der Türspion auch im Sitzen nutzbar sein. In diesem Fall ist eine Höhe von etwa 120 cm ab OKFF empfehlenswert.

Türstopper

Beispielfoto eines Türstoppers
Türstopper© Hoppe AG

Ein Türstopper wird überall dort eingesetzt, wo Türblatt oder Türdrücker gegen Wände oder Möbel stoßen könnten. Er fungiert als Puffer und verhindert Beschädigungen.

Türstopper für den Boden sind meist runde oder eckige Elemente aus Gummi oder Kunststoff, die verschraubt werden. Varianten aus Metall oder Stein kommen aufgrund ihres Gewichts oft ohne Befestigung aus und sind mit Gummi beschichtet, um den Aufprall zu dämpfen.

Wandtürstopper sind häufig stabförmig und besitzen an der Spitze einen Gummipuffer. Sie werden so montiert, dass das Türblatt beim Öffnen gezielt dagegen stößt.

Integrierter Türschließer

Nahaufnahme eines integrierten Türschließer
Integrierter Türschließer© Geze

Integrierte Obentürschließer werden verdeckt montiert, also in das Türblatt und die Zarge eingelassen. Die Gleitschiene befindet sich im Zargenfalz.

Nach der Montage sind sie bei geschlossener Tür vollständig unsichtbar und bieten damit eine besonders elegante Lösung für moderne, designorientierte Architektur.

Sie können in Stahl- und Holzzargen sowie in gefälzte und stumpfe Türen integriert werden.

Funktion und Vorteile entsprechen den Gleitschienenschließern. Auch hier lassen sich Schließkraft, Schließgeschwindigkeit, Endschlag, Öffnungsdämpfung sowie teilweise die Schließzeitverzögerung einstellen.

Scherentürschließer

Nahaufnahme Scherentürschließer
Scherentürschliesser© Geze

Obentürschließer mit Scherengestänge ermöglichen bei bandseitiger Montage große Öffnungswinkel von bis zu 180°. Auch bei gegenbandseitiger Montage sind die Öffnungswinkel größer als bei Gleitschienenschließern.

Ein Standard-Scherentürschließer bietet Einstellmöglichkeiten für Schließkraft, Schließgeschwindigkeit, Endschlag und Öffnungsdämpfung.

Gleitschienenschließer

Nahaufnahme eines Gleitschienenschließers
Gleitschienenschliesser© Geze

Der Vorteil von Gleitschienenschließern gegenüber Scherentürschließern liegt vor allem im Design: Der Beschlag liegt flach an Zarge und Türblatt an.

Da keine Bauteile in den Raum ragen, wird das Beschädigungs- und Verletzungsrisiko reduziert. Zudem lassen sich Türen mit Gleitschienenschließern mit deutlich weniger Kraftaufwand öffnen.

Standard-Gleitschienenschließer bieten Einstellmöglichkeiten für Schließkraft, Schließgeschwindigkeit, Endschlag, Öffnungsdämpfung sowie teilweise für die Schließzeitverzögerung.

Stoßgriffe

Foto einer Tür mit Stoßgriff
Stossgriffe© Grauthoff Gruppe

Schiebetüren können neben Griffmuscheln auch mit Stoßgriffen ausgestattet werden, zum Beispiel in Stabform.

Stoßgriffe sind in verschiedenen Längen, Materialien und Designs erhältlich. Auch die Kombination aus Stoßgriff auf der einen Seite und Griffmuschel auf der anderen Seite ist möglich.

Griffmuscheln

Beispielfoto einer Griffmuschel
Griffmuschel© FSB

Wo Drehflügeltüren einen Türdrücker haben, verfügen Schiebetüren häufig über eine Griffmuschel.

Griffmuscheln verdanken ihren Namen der ursprünglichen halbrunden, geriffelten Muschelform. Heute gibt es zahlreiche Varianten, z. B. aus Edelstahl, Aluminium oder Kunststoff sowie in runder, rechteckiger oder ovaler Form.

Sie ermöglichen ein komfortables Öffnen und Schließen der Schiebetür und sind bündig in das Türblatt eingelassen.

Typen

Nahaufnahme eines zweiteiligen Bands
zweiteiliges Band© Jeld-Wen Deutschland GmbH

Man unterscheidet Bänder für Türen nach folgenden Typenklassen:

Typenklasse V: Bänder für Wohnraumtüren, zweidimensional verstellbar
2-teiliges Band V3420
3-teiliges Band V4420

Typenklasse VS: Bänder mit Kugellagertechnik, geeignet für den Objektbereich, zweidimensional verstellbar

Typenklasse VN: Bänder mit Gleitlagertechnik, geeignet für den Objektbereich, je nach Bandaufnahme zwei- oder dreidimensional verstellbar

Typenklasse VSX: Bänder mit Kugellagertechnik, geeignet für den Objektbereich, dreidimensional verstellbar

Typenklasse VX: Bänder mit Gleitlagertechnik, geeignet für höchste Belastungen im Objektbereich, dreidimensional verstellbar

Funktion

Beschriftete Skizze der Funktion von Türbändern
Fachbegriffserklärung© Jeld-Wen Deutschland GmbH

Bänder können unterschiedlich konstruiert sein und mit zusätzlicher Technik wie Kugellagern oder Gleitlagern ausgestattet werden.

Die verschiedenen Typen werden Ihnen hier vorgestellt.

Schiebetürschloss

Schiebetürschloss

Das Schiebetürschloss ist ein Spezialschloss und unterscheidet sich vom klassischen Einsteckschloss durch eine besondere Funktion: den Zirkel- oder Hakenriegel.

Ein gerader Riegel würde eine Schiebetür nicht sicher verschließen, da sie sich einfach wieder aufschieben ließe. Beim Schiebetürschloss hakt sich der gebogene Zirkelriegel beim Drehen des Schlüssels hinter das Schließblech und verriegelt die Schiebetür zuverlässig.

Bei in der Wand laufenden Schiebetüren kann zusätzlich ein Springgriff eingesetzt werden. Ist die Tür vollständig in der Wand verschwunden, lässt sie sich damit wieder herausziehen. Der Griff springt durch Druck auf einen kleinen Knopf am Schlossstulp heraus und kann anschließend wieder bündig zurückgeschoben werden.

Schiebetürschlösser sind als Buntbart-, Profilzylinder– oder Badschloss-Variante erhältlich.