Zum Hauptinhalt springen

Wiki-Topic: Abmessungen & Einbau

Baunennmaß

Das Baunennmaß (auch Rohbau-Nennmaß) ist das für Planung und Ausführung entscheidende Maß; es wird in der Bauzeichnung eingetragen. Das Baunennmaß gibt das tatsächlich erforderliche Sollmaß an. Es entspricht bei Türöffnungen immer dem Baurichtmaß zuzüglich einer Fugenbreite von 1 cm. DIN 4172 (ebenso DIN 18100) definiert die Wandöffnungen für Türen. Aus den Öffnungsmaßen ergeben sich folgende Normgrößen für Zargen und Türblätter (in cm):

  • Baurichtmaß 62,5 x 200,0 = Nennmaß 63,5 x 201,0
  • Baurichtmaß 75,0 x 200,0 = Nennmaß 76,0 x 201,0
  • Baurichtmaß 87,5 x 200,0 = Nennmaß 88,5 x 201,0
  • Baurichtmaß 100,0 x 200,0 = Nennmaß 101,0 x 201,0
  • Baurichtmaß 112,5 x 200,0 = Nennmaß 113,5 x 201,0

Türen in den angegebenen Breiten gibt es jeweils auch in der nächsthöheren Normhöhe 213,5 cm. Normgrößen (Vorzugsmaße) sind vor allem für Planer und Architekten interessant. Türen in Normgrößen können meist schneller und preiswerter gefertigt werden oder sind sogar auf Lager. Die Herstellung von Türen und Zargen in Sondermaßen ist auch möglich. Weicht die Maueröffnung von den Standardmaßen ab, zum Beispiel bei der Renovierung, so ist zu entscheiden, ob die Öffnung angepasst werden soll oder Tür und Zarge in Sondermaßen bestellt werden.

Normgrößen im Überblick

Beschriftete Skizze der Normmaße
Tür-Normmaße im Überblick.Klicken für vergrößerte Darstellung.
Aufgrund der heutigen Beschlagtechnik hat es sich bei Holzzargen bewährt, die Maueröffnung 10–15 mm breiter auszuführen.

Normgrößentabelle für 1-flügelige Türen

Baurichtmaß nach DIN 18100 Mauer­öffnungs­maß Türblatt * gefalzt Türblatt * stumpf einschlagend
Breite in mm 625 635 610 584
Breite in mm 750 760 735 709
Breite in mm 875 885 860 834
Breite in mm 1000 1010 985 959
Breite in mm 1125 1135 1110 1084
Breite in mm 1250 1260 1235 1209
Höhe in mm 1875 1885 1860 1847
Höhe in mm 2000 2010 1985 1972
Höhe in mm 2125 2135 2110 2097

Baurichtmaß

Das Baurichtmaß (auch Rohbau-Richtmaß) ist ein Rastermaß im Bauwesen. Das bedeutet, es rastert alle Bauteile im Hochbau. Alle Maße am Bau ergeben sich aus dem Baurichtmaß, so auch Türabmessungen. Das Baurichtmaß stammt aus dem Mauerwerksbau. Weil die Steinformate im Mauerwerksbau auf das Achtelmetermaß abgestimmt sind, ist auch das Baurichtmaß oktametrisch, d. h. die Grundeinheit ist der Achtel- oder Oktameter (12,5 cm). Jedes weitere Baurichtmaß, sowohl in der Breite als auch in der Höhe oder der Stärke, ist ein Vielfaches von 12,5 cm. Das Baurichtmaß ist die theoretische Planungsgrundlage für die tatsächlichen Baumaße. Es schließt Fugendicken immer mit ein (auch dann, wenn eine Fuge nur theoretisch existiert und nicht als tatsächliche Mörtelfuge). Im Mauerwerksbau beträgt die Fugenstärke 1 cm.

Zargen

schematische Skizze einer Zarge
Ein Türelement besteht aus dem beweglichen Türblatt und der feststehenden Zarge. Landläufig wird die Zarge auch Türrahmen genannt. Die Zarge verkleidet die Wandöffnung (Mauerleibung) und dient der Aufnahme der Bänder (Scharniere) sowie des Schließblechs, in das die Schlossfalle einschnappt. Zargen können aus unterschiedlichen Materialien gefertigt werden. Gängig sind Holz, Holzwerkstoffe, Stahlblech, Edelstahl und Aluminium. Stahlzargen sind sehr stabil und werden insbesondere in stark frequentierten Bereichen eingesetzt. Gewöhnlich harmoniert die Zarge im Design mit dem Türblatt, besteht also aus dem gleichen Material mit der gleichen Oberfläche und der gleichen Kantenausführung. Es ist aber auch möglich, Zarge und Türblatt in verschiedenen Materialien auszuführen, um optisch Akzente zu setzen. Zu den vielseitig einsetzbaren Zargensystemen gehört die Holzumfassungszarge, die so heißt, weil sie die Wand wie eine Klammer umfasst. Sie ist generell für alle Wandtypen geeignet und in den üblichen Wandstärken lieferbar; Sonderwandstärken sind in Einzelfällen möglich. Ein stufenloser Wandstärkenausgleich ist Bestandteil der Konstruktion – er ermöglicht über ein Nut-und-Feder-System, die Zargentiefe an die Wandstärke anzupassen. Für Wände bis zu einer bestimmten Überdicke (je nach Hersteller) kann die Holzumfassungszarge in einem Stück gefertigt werden; für größere Wandstärken kommt ein Futterausgleichsstück zum Einsatz, das über Nutungen mit einer losen Feder dreiseitig verbunden wird. Im Gegensatz zu Stahlzargen werden Holzumfassungszargen in der Höhe auf die Oberkante des fertigen Fußbodens (OFF) abgestimmt, d. h. sie haben keinen Bodeneinstand.

Maße und Abmessungen

Skizze des Querschnitts einer Holzzarge
Querschnitt einer Holzzarge© Grauthoff Türengruppe GmbH
Türöffnung und Türelement müssen wie Puzzleteile perfekt zusammenpassen. Alle Maße müssen genau aufeinander abgestimmt sein. Um das im Roh- wie im Ausbau sicherzustellen, gibt es feste Vereinbarungen. Maßzusammenhänge sind in DIN 4172, der Maßordnung im Hochbau, festgelegt. Ziel aller Maß-Übereinkünfte ist es, dass unterschiedliche Bauteile passgenau zusammengefügt werden können und spätere Nacharbeiten vermieden werden.

Sammlung der Maße und Abmessungsbeiträge rund um die Innentüre:

Auf den folgenden Links finden Sie Erklärungen, für die entsprechenden Maße bei Innentüren, Zargen und Wandöffnungen, um die richtige Tür- und Zargengröße auszuwählen. Sollte noch etwas unklar sein – wenden Sie sich bitte an Ihren BAUWIKI Fachmann vor Ort.Sammlung der Maße und Abmessungsbeiträge rund um die Innentüre:

Fachgerechte Montage von Türen

Die Auswahl an Türen für die eigenen vier Wände ist sehr groß. Hat man erst einmal seine Traumtür gefunden, so sollte eine professionelle Beratung beim Fachmann folgen. Dies hat den Vorteil, dass man die gewünschte Tür auch einmal vor Ort in der Ausstellung anfassen und testen kann und diese nach der Montage auch den Anforderungen entspricht. Neben der Optik und Funktion sorgt die fachgerechte Montage dafür, dass man lange an den neuen Türen Freude haben wird. Die meisten Mängel an Türen werden dadurch verursacht, dass die Montage fehlerhaft durchgeführt wird. Der Einbau durch einen Fachmann bringt viele Vorteile mit sich. Zum einen verfügen die meisten Handwerker über eine mehrjährige Berufserfahrung und haben in ihrem Leben schon unzählige Türen verschiedenster Arten eingebaut. Dieses Fachwissen ist sicher eines der Hauptargumente. Durch Schulungen, die zum Beispiel von Herstellern angeboten werden, gibt es außerdem viele Fortbildungsmöglichkeiten – das hier erlernte Wissen kann dann bei der Montage vor Ort weitergegeben werden. Außerdem arbeiten die Handwerker mit den passenden Werkzeugen, kundenorientiert und sauber. Das Ergebnis wird für sich sprechen! In der individuellen Beratung können schon im Vorfeld der Montage viele Fragen beantwortet werden. Das persönliche Gespräch klärt wichtige Punkte wie:

  • Welches Türsystem macht bei Ihnen am meisten Sinn?
  • Wird eine ein- oder zweiflüglige Tür benötigt? Eine Schiebetür im Innen- oder Außenbereich? Müssen Blendrahmen zwischen oder auf der Wand angebracht werden oder wird eine wandbündige Tür benötigt? Ist die Tür gefälzt oder stumpf?
  • Kann die Zarge ordentlich befestigt werden? Ist das Mauerwerk, die Gipskartonwand oder die Holzkonstruktion tragfähig und kann sie das Gewicht der Türe aufnehmen? Wird die gewünschte Funktion bei der Unterkonstruktion erreicht?
  • Wie breit muss oder darf die Bekleidung sein? Gibt es Unterschiede auf der Band- oder Bandgegenseite? Ist genug Platz für Lichtschalter oder zur Wand vorhanden?
  • Ist die Wand mit Fliesen, Putz, Tapete etc. belegt oder ist eine Belegung mit diesen Materialien vorgesehen? Ist die Wandstärke inkl. der zusätzlichen Stärke berechnet?
  • Ist der Bodenbelagübergang (Wechsel von zwei Materialien, z. B. Fliese auf Parkett) unter dem Türblatt eingeplant?
  • Öffnet die Tür in die richtige Richtung? Ist die DIN-Richtung geklärt? Berühren sich angrenzende Türen nicht untereinander? Falls eine Tür in eine bestehende Wohnsituation eingebaut wird: Stören Möbel die Öffnungsfläche?
  • Welche Temperaturunterschiede gibt es zwischen den Räumen? Wird eine bestimmte Funktion wie Schallhemmung, Einbruchhemmung, Brandschutz, Rauchschutz etc. benötigt?
  • Können die Türen bei Ihnen angeliefert werden? Sollen die alten Elemente demontiert und entsorgt werden? Wird die fachgerechte Montage gewünscht?

Mit diesen Fragen als Leitfaden können Sie sich schon im Vorfeld Gedanken machen und so sicher viele Fragen klären. Alle dann noch offenen Punkte besprechen Sie beim Beratungstermin mit dem Fachmann. Er wird Ihnen helfen, dass Sie schon bald Ihre neuen Türen genießen können.

Formen bei Lichtausschnitten

Skizze verschiedener Formen von Lichtausschnitten in Türen
Formen bei Lichtausschnitten© Westag & Getalit

Man unterscheidet den Standard-Lichtausschnitt von individuellen Sonderlichtausschnitten.

Der Standard-Lichtausschnitt (auch DIN-Lichtausschnitt) ist so gestaltet, dass bei einem Türblatt im Normmaß ein dreiseitiger Fries (Rahmen) von 160 mm Breite bei gefälzten Türen entsteht.

Die Sockelhöhe (also die Höhe, auf der der Lichtausschnitt unten beginnt) beträgt 400 mm.

Individuellen Sonderlichtausschnitten sind in Form, Platzierung und Design kaum Grenzen gesetzt.

Rechteckige, quadratische, dreieckige, runde oder halbrunde Formen können im Türblatt mittig, links oder rechts sowie oben oder unten platziert werden.

Anzahl und Größe der Lichtausschnitte beeinflussen die Lichtwirkung im Raum.