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Wiki-Topic: Abmessungen & Einbau

Wie misst man Türen?

Beschriftete Skizze des Maueröffnungsmaß
Maueröffnungsmaß
Um Türen korrekt zu messen, sollte man sich mit dem Aufbau eines Türelements und den wichtigsten Türmaßen vertraut machen. Türelemente werden nach Türblattbreite, Türblatthöhe, Wandstärke und Öffnungsrichtung bestellt. Sollen Türblatt oder das gesamte Türelement mit der Zarge (dem Türrahmen) lediglich erneuert werden, ist das Messen einfach: Die Maße des vorhandenen Türblatts und der vorhandenen Zarge können übernommen werden. Werden Türen neu eingebaut oder sind Türblatt und Zarge entfernt worden, wird bei der Türbestellung das Maueröffnungsmaß angegeben. Um eine Normtür einsetzen zu können, muss das Maueröffnungsmaß bestimmte Abmessungen haben – sie sind der Tabelle (Türmaße im Überblick) zu entnehmen. Zu beachten ist: Bezugspunkt für die meisten Türmaße ist die Oberkante des fertigen Fußbodens (OFF), d. h. es ist immer von der Höhe des komplett fertiggestellten Fußbodens mit Fliesen, Parkett etc. auszugehen. Ähnliches gilt für die Bestellung neuer Zargen: Die Wandstärke bezieht sich auf fertige Wände, die zum Beispiel verputzt oder gefliest sind. Normzargen lassen meist einen Wandstärkenausgleich von -5 bis +10 mm zu. Wichtig ist, dass man die Maße an unterschiedlichen Stellen nimmt. Die Breite sollte oben, in der Mitte und unten gemessen werden, um festzustellen, ob die Maueröffnung (Laibung) gewölbt ist. Die Höhe sollte rechts und links gemessen werden, um einen schiefen Türsturz zu erkennen. Die Tiefe sollte oben, in der Mitte und unten gemessen werden, um eine wellige Laibung festzustellen. Viele Türen und Zargen können in Sondermaßen hergestellt werden. Wenn die Maueröffnung von den Standardmaßen abweicht, muss man entscheiden, ob die Öffnung angepasst werden soll oder Tür und Zarge in Sondermaßen bestellt werden. Bei der richtigen Auswahl der Abmessungen und Ausführung müssen Lichtschalter, ausreichender Schwenkbereich für das Türblatt und eventuelle weitere Anforderungen an das Türelement (z. B. bei Funktionstüren) berücksichtigt werden.

Öffnungsrichtung

DIN Links & DIN Rechts© Westag & Getalit AG
Ein sehr wichtiges Beschreibungsmerkmal für Türelemente ist die Öffnungsrichtung (auch DIN-Richtung, Anschlagsrichtung, Drehrichtung). Sie lautet entweder rechts (DIN Rechts) oder links (DIN Links). Zur Feststellung der Drehrichtung stellt man sich auf die Seite der Tür, von der man im geschlossenen Zustand die Bänder (Scharniere) sehen kann und schaut auf die Tür. Sind die Bänder rechts, handelt es sich um eine Tür mit Öffnungsrichtung rechts (DIN Rechts). Sind die Bänder links, handelt es sich um eine Tür mit Öffnungsrichtung links (DIN Links). Bei verdeckt liegenden Bändern stellt man sich auf die Seite, von der man die Tür zu sich hinzieht und gibt an, wo sich das Türblatt dreht.

OKFF

OKFF ist die gängige Abkürzung für Oberkante des fertigen Fußbodens, d. h. es ist die Höhe des komplett fertiggestellten Fußbodens mit Fliesen, Parkett etc.

Bekleidungsbreite

Der Rahmen einer Tür besteht aus dem Futter (der Verkleidung der Mauerinnenseiten), der Falzbekleidung (auf der Seite der Scharniere) und der Zierbekleidung (auf der Gegenseite). Falzbekleidung und Zierbekleidung bilden den Übergang zur Wand. Die Bekleidungsbreite bezeichnet die Breite der Falz- und Zierbekleidung.

Bekleidungsaußenmaß

Eine Zarge (der Rahmen einer Tür) besteht aus dem Futter (Verkleidung der Mauerinnenseiten), der Falzbekleidung (auf der Seite der Bänder, d. h. der Scharniere) und der Zierbekleidung (auf der Gegenseite). Falzbekleidung und Zierbekleidung bilden den Übergang zur Wand. Das Bekleidungsaußenmaß bezeichnet den horizontal gemessenen Abstand zwischen den Bekleidungsaußenkanten; vereinfacht gesagt: die komplette Breite des Türrahmens.

Lichtes Zargendurchgangsmaß

Das lichte Zargendurchgangsmaß gibt Höhe und Breite des freien Durchgangs an. Es bezeichnet in der Breite den Abstand zwischen den Innenkanten des Futters (Verkleidung der Mauerinnenseiten); in der Höhe den Abstand von der Oberkante des fertigen Fußbodens bis zur Unterkante des oberen Futters.

Zargenfalzmaß

Die Zarge ist der feststehende Teil eines Türelements und wird landläufig auch Türrahmen genannt. Sie besteht aus dem Futter (Verkleidung der Mauerinnenseiten), der Falzbekleidung (auf der Seite der Bänder, d. h. der Scharniere) und der Zierbekleidung (auf der Gegenseite). Falzbekleidung und Zierbekleidung bilden den Übergang zur Wand. Der Falz ist die in der Regel L-förmige Ausführung der Türblattkante. Bei einer gefälzten Tür ist entsprechend auch die Zarge mit einem Falz versehen. Das Zargenfalzmaß wird in Breite x Höhe angegeben. Es bezeichnet in der Breite den Abstand zwischen den Innenkanten der Falzbekleidung; in der Höhe den Abstand von der Oberkante des fertigen Fußbodens bis zur Unterkante der Falzbekleidung.

Zargenaußenmaß

Die Zarge ist der feststehende Teil eines Türelements und wird landläufig auch Türrahmen genannt. Das Zargenaußenmaß wird in Breite x Höhe angegeben. Es bezeichnet die Breite und Höhe der Zarge. Gemessen werden jeweils die Abstände der Außenkanten, d. h. in der Breite der Abstand zwischen den Außenkanten des Futters (Verkleidung der Mauerinnenseiten), in der Höhe senkrecht von der Oberkante des fertigen Fußbodens bis zur Außenkante des oberen Futters.

Türblattaußenmaß

Das Türblatt ist der bewegliche Teil eines Türelements. Das Türblattaußenmaß wird in Breite x Höhe angegeben. Es bezeichnet die Breite und Höhe des Türblatts. Gemessen werden jeweils die Abstände zwischen den Außenkanten. Die Türblattaußenmaße gefälzter Türen (Türblatt mit L-förmigen Kanten) sind immer größer als die von ungefälzten, stumpfen Türen (gerade Türblattkante ohne Falz), weil die jeweiligen Falztiefen dazukommen. Das Türblattaußenmaß stumpf entspricht dem Außenmaß einer gefälzten Tür unter Abzug der Falztiefen.

Maueröffnungsmaß

Beschriftete Skizze des Maueröffnungsmaßes
Maueröffnungsmaß
Das Maueröffnungsmaß wird in Breite x Höhe angegeben. Es bezeichnet die tatsächliche Breite und Höhe der Türöffnung im Mauerwerk. Das Maueröffnungsmaß wird in der Höhe von der Oberkante des fertigen Fußbodens senkrecht bis zur Unterkante der Maueröffnung (Türsturz) gemessen; in der Breite horizontal von Wand zu Wand.