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Wiki-Topic: Abmessungen & Einbau

Wandbündige Zargen

Sizze des Aufbaus einer wandbündigen Zarge
Wandbündige Zarge
Bei einem wandbündigen System wird die Zarge mit der Wand bündig eingebaut. Hier wird ein sogenannter Montageriegel mit der Wand verbunden, damit die Zarge ihre Stabilität erhält. Die Zarge wird dann an diesem Montageriegel befestigt. Andere Systeme arbeiten zusätzlich mit einem Aluminiumprofil auf dem Montageriegel, damit der Verputzer einen zusätzlichen Anschlag hat.

Renovierungszarge (Ummantelungszarge)

Skizze des Aufbaus einer Renovierungszarge
Aufbau einer Renovierungszarge© Jeld-Wen Deutschland GmbH
Die Renovierungszarge (auch Ummantelungszarge) dient der Renovierung von Stahlzargen. Ohne die vorhandenen Stahlzargen auszubauen, werden Renovierungszargen über ihnen montiert. Der Vorteil liegt in einer schnellen und sauberen Montage. Nachteil ist, dass die Ummantelung das lichte Durchgangsmaß verringert.

Eckzarge

Skizze des Aufbaus einer Eckzarge
Eckzarge© Novoferm GmbH
Die Eckzarge wird auf dem Wandeck montiert. Sie kommt zum Beispiel zum Einsatz, wenn die Mauerlaibung zu gering oder zu tief für eine Umfassungszarge ist. Meist besteht die Eckzarge aus Stahl oder Aluminium.

Schattennutzarge

Skizze der Form einer Schattennutzzarge
Schattennutzarge© Novoferm GmbH
Die Schattennutzarge hat ihren Namen von zwei Längsvertiefungen, den Schattennuten. Sie sind ein optisches Gestaltungselement der Zarge. Schattennut-Ausführungen gibt es für Stahl– wie auch für Holzzargen.

Blockrahmen

Skizze eines Blockrahmens
Blockrahmen© Westag & Getalit AG
Bei großen Öffnungen wird oft ein Blockrahmen in der Laibung montiert; man spricht in diesem Fall auch von einem Stockrahmen (Abb. 2).

Blockzarge

Skizze einer Blockzarge
Abbildung 3© Westag & Getalit AG)
Sollen Wandbekleidungen flächenbündig mit dem Türblatt ausgeführt werden, kommt häufig eine Blockzarge (Abb. 3) zum Einsatz. Die Blockzarge (auch Blockrahmen oder Stockzarge) besteht aus einem massiven Laibungsteil (Futterbrett oder tiefer Rahmen), das ohne Zier- und Falzbekleidungen zur Verkleidung der Wandteile eingebaut wird. Die Blockzarge ist so breit wie die Wand dick ist. Meist besteht die Blockzarge aus Holz, Stahlblech oder Aluminium. In die unterschiedlichen Blockrahmenausführungen können verschiedene Türblattarten eingehängt werden.

Blendrahmen

Skizze eines Blockrahmens
Blendrahmen© Westag & Getalit AG
Der Blendrahmen besteht aus einem Rahmen, der einseitig auf die Wand montiert wird (Abb. 1). Er kommt häufig bei geringen Wandstärken oder speziellen Wandanschlüssen zum Einsatz. Auch im Renovierungsbereich spielt er eine wichtige Rolle, weil er den Verlust an lichtem Durchgangsmaß minimiert.

Stahlzarge

Beschriftete Skizze des Aufbaus einer Zarge
Stahlzargen: Wichtige Begriffe© Westag & Getalit AG
Stahlzargen sind im Vergleich zu Holzzargen stabiler. Sie werden insbesondere in stark frequentierten Bereichen eingesetzt. Ihr Aufbau unterscheidet sich je nach Funktion und Design. Die gängigsten Stahlzargen-Typen sind Umfassungszarge und Eckzarge. Spezielle Zargen sind Schattennutzarge, Blendrahmen, Blockzarge, Renovierungszarge, Pendeltürzarge und Schiebetürzarge. Bestimmte Funktionstüren werden mit Spezialzargen ausgestattet. Die Mauerwerks-Stahlzarge wird vor der Verlegung des Estrichs ausgerichtet und eingemörtelt. Den Teil der Zarge, der nach der Einbringung des Fußbodenbelags unter dem fertigen Fußboden verschwindet und die Zarge stabilisiert, nennt man Bodeneinstand; er beträgt gewöhnlich 3 cm. Auf Wunsch oder bei besonderen Erfordernissen kann bei Massivwänden auf den Bodeneinstand verzichtet werden – die Zarge steht dann auf der Oberkante des fertigen Fußbodens. Ein Schlagdämpfungsprofil gewährleistet einen weichen Anschlag beim Schließen der Tür. Die so genannte Maulweite der Stahlzarge (Abstand zwischen den Zargenspitzen, siehe Abbildung) ist identisch mit der Wandstärke des Mauerwerks einschließlich Putz. Alle Befestigungsmittel, die zum Verankern der Zarge im Mauerwerk und in der Wandöffnung dienen, nennt man Anker. Es gibt zum Beispiel Dübelanker, Maueranker und Taschenanker. Stahlzargen können in Mauerwerk (Mauerwerkszargen) und in Ständerwerk (Ständerwerkszargen) eingebaut werden. Es gibt auch Stahlzargen ohne Türblatt. Sie dienen allein der Verkleidung der Maueröffnung und werden Durchgangszargen genannt. Man unterscheidet ein-, zwei- und dreiteilige Stahlzargen.

Einteilige Stahlzarge

Eine einteilige Stahlzarge besteht komplett aus einem Stück. Sie wird beim Bau der Wand mit eingebaut, sowohl im Neubau als auch bei der Neuerrichtung einer einzelnen Wand.

Zweiteilige Stahlzarge

Für den nachträglichen Einbau ist eine zweiteilige Stahlzarge sinnvoll. Auf den Bodeneinstand wird in der Regel verzichtet, um den Estrich nicht aufstemmen zu müssen. Am Falzteil der Zarge sind Schraubanker verschweißt. Nach dem Ausrichten werden sie mit Dübeln in der Laibung verschraubt. Die Gegenzarge wird in die Falznut geschoben. Beide Zargenteile werden in der Nut des Falzes mithilfe von Blechschrauben miteinander verschraubt. Abschließend wird eine Dichtung eingezogen; sie verdeckt die Schraubköpfe.

Dreiteilige Stahlzarge

Um Montageunternehmen in besonderen Fällen den schnellen Einbau von Zargen zu ermöglichen, bieten viele Händler dreiteilige Stahlzargen an. Sie lassen sich platzsparend lagern und werden wie Holzzargen im Paket geliefert. Die Vormontage erfolgt über eine Gehrungseckverbindung, d. h. die drei Zargenteile werden an den Ecken miteinander verschraubt.

Begriffserklärung

Skizze des Querschnitts einer Zarge
Querschnitt der Zarge© Westag & Getalit AG
Zargen-Spiegel Falzseite: Maß für die Breite der Kante, auf der das Türblatt anschlägt.
Zargen-Gegenspiegel: Maß für die Breite der Kante auf der Seite der Zierbekleidung.
Maulweite: Die Maulweite bezeichnet den Abstand zwischen den Zargenspitzen. Bei der Angabe von Maulweiten von Umfassungszargen ist zu beachten, ob das Mauerwerk bereits verputzt ist oder nicht.
Falztiefe: Die Falztiefe bezeichnet den Abstand von der Spiegelfläche bis zum Beginn der Gummidichtungsnut oder des Anschlags.
Profilaußenmaß: Das Profilaußenmaß bezeichnet das komplette Außenmaß der Zarge.

Holzzarge

Holzzarge: Wichtige Begriffe

Die wesentlichen Bauteile einer Holzzarge sind: Futter, Falz-, Zierbekleidung und Dichtungsprofil. Das Futter ist die Verkleidung der inneren, seitlichen Wandflächen (Mauerlaibung). Die Falzbekleidung ist der Teil der Zarge, den man bei geschlossener Tür von der Bandseite (Scharnierseite) aus sieht; er bildet immer die Türseite. Die Zierbekleidung liegt gegenüber auf der türblattabgewandten Seite. Falz- und Zierbekleidung bilden jeweils den Übergang zur Wand. Futter und Falzbekleidung sind in der Regel miteinander verbunden. Beim Einbau des Türelements wird zuerst das Futter in der Maueröffnung befestigt, danach wird die Zierbekleidung mit der Feder in die Nut des Futters gesteckt (Nut-und-Feder-Verbindung). Das Dichtungsprofil (auch Dichtung genannt) ist ein elastisches Profil, das die Tür leise schließen lässt und den Schall minimiert. Es gibt auch Zargen ohne Türblatt und Dichtungsprofil. Sie dienen allein der Verkleidung der Maueröffnung und werden Durchgangszargen genannt.

Kantenausführung

Zeichnungen der 3 Profilarten
Profilarten
Die Bekleidungen bei Holzzargen können neben eckig und rund auch profiliert ausgeführt werden. Eine Variante ist das S-förmige Karniesprofil (der Begriff Karnies kommt aus dem Französischen und beschreibt die S-Form des Napoleonhuts). Es wertet Türen und Zargen optisch auf. Bei lackierten Zargen bürgt das Verfahren, sie zuerst zusammenzubauen und dann zu lackieren, für besondere Qualität. Diese Form der Premiumzarge bietet sich besonders bei weißen Türelementen an, da Zargengehrungen (Eckverbindungen) nicht mehr zu sehen sind.