Wohnstil basic, gerade Flächen, keine unnötigen Kanten
Eine Tür muss für Sie vorrangig ihre Funktion erfüllen, gut verarbeitet und langlebig sein. Der Wohnstil schlicht definiert sich durch klare Formen ohne unnötige Kanten. Er zeichnet sich durch glatte und saubere Flächen aus.
Klare Designelemente treffen genau Ihren Geschmack, gerne darf es auch mal eine geschwungene oder sogar ausgefallene Form sein. Der Wohnstil modern definiert sich durch Türen die mit Schmuckelementen, geschwungen Formen und extravaganten Formen. Doch auch rechte Winkel, klare Linien und formen sowie eine dezente Farbgebung können eine moderne Tür ausmachen.
Wohnstil: klassisch
Wohnstil klassisch, geschmackvolle Verzierung an Türblatt und Zarge
Geschmackvolle Verzierungen an Türblatt und Zarge zeichnen den klassischen Stil aus, zusätzliche Dekore und Zierleisten sorgen für ein unverwechselbares Ambiente. Durch unterschiedliche Füllungen, Verglasungen oder Sprossenrahmen sind viele Varianten möglich, die sich nahtlos in den Raum integrieren.
Wohnstil: Landhausstil
Wohnstil Landhausstil, bodenständig mit heimischen Holzarten
Türen bodenständig und naturverbunden, die heimischen Holzarten verleihen zudem jedem Raum einen ganz besonders wohnlichen, gemütlichen Charme.
Der Fachbegriff lautet Pendeltür, umgangssprachlich ist sie auch als Saloontür bekannt.
Eine Pendeltür verfügt über eine spezielle Zarge und Pendeltürbänder, die es dem Türblatt ermöglichen, sich in beide Richtungen zu öffnen.
Sie ist besonders praktisch bei hohem Durchgangsverkehr oder wenn keine Hand zum Öffnen frei ist. Typische Einsatzbereiche sind z. B. in der Gastronomie.
Pendeltüren können ein- oder zweiflügelig ausgeführt sein.
Eine Rahmentür besitzt einen umlaufenden Rahmen aus Holz oder Holzwerkstoffen, der mit einer Füllung aus Holz, Holzwerkstoffen oder Glas ausgestattet ist. Sie wird häufig eingesetzt, wenn große Glasflächen gewünscht sind.
Der Rahmen besteht aus einem Unterstück, zwei senkrechten Rahmenstücken und einem Oberstück. Aus gestalterischen Gründen stehen diese Teile in einem bestimmten Verhältnis zueinander: Das Unterstück ist in der Regel etwa 30 % breiter als die übrigen Rahmenteile.
Die Verbindung der Rahmenteile erfolgt an den Ecken meist unsichtbar, z. B. durch Dübel oder Zapfenverbindungen.
Holzfüllungen werden entweder in den Rahmen eingenutet oder nachträglich eingeleistet. Glasfüllungen werden in Fälze eingesetzt und durch verschraubte Glashalteleisten fixiert, was eine spätere Reparatur erleichtert.
Für kleinteilige Gestaltungen können zusätzlich Sprossen eingesetzt werden. Sind Rahmen oder Füllungen profiliert, sollte auch die Türumrahmung, z. B. die Zargenbekleidung, entsprechend gestaltet sein.
Herkömmliche Türen bewegen sich beim Öffnen durch eine Drehbewegung in oder aus dem Raum. Ist dies nicht gewünscht oder würde es stören, ist eine Schiebetür die passende Lösung.
Schiebetüren werden parallel zur Wand verschoben und benötigen daher keinen Schwenkbereich. Deshalb sind sie besonders für das barrierefreie Bauen geeignet.
Sie kommen auch als Abtrennung für Nischen oder begehbare Kleiderschränke zum Einsatz und dienen häufig als Raumteiler, z. B. zwischen Küche und Esszimmer.
Typisch sind ungefälzte Türblätter aus Holz oder Ganzglastüren, die über ein Laufwerk (Laufschiene mit Laufwagen) oberhalb der Tür geführt werden.
Man unterscheidet Schiebetüren, die vor der Wand laufen, in der Wand verlaufende Schiebetüren sowie Varianten mit Schiebetürkästen.
Bei Schiebetüren, die in der Wand laufen, wird die Laufschiene zwischen zwei Wänden montiert und ist dadurch unsichtbar.
Beim Öffnen verschwindet die Tür vollständig in der Wand und benötigt somit keinen Platz im Raum.
Da hierfür eine zweite Wandschicht erforderlich ist, lässt sich diese Lösung nachträglich nur mit großem Aufwand umsetzen und wird daher meist im Neubau realisiert.
Das Softstop-System sorgt dafür, dass Schiebetüren sanft abgebremst werden. Die integrierte Einzugsdämpfung verlangsamt die Tür kurz vor dem Ende der Laufschiene und führt sie leise und kontrolliert in die Endposition.
Das funktioniert sowohl beim Öffnen als auch beim Schließen. Selbst bei starkem Schieben wird die Tür zuverlässig abgebremst und sauber positioniert. So wird ein hartes Anschlagen am Rahmen oder an Puffern verhindert – auch bei zweiflügeligen Türen.
Dadurch wird die Lebensdauer der Schiebetür deutlich verlängert.
Softstop-Systeme sind für vor der Wand laufende sowie für in der Wand laufende Schiebetüren erhältlich – auch in Kombination mit Schiebetürkästen. Ob eine Nachrüstung möglich ist, muss im Einzelfall geprüft werden.
Funktionsweise / Platzbedarf einer Raumspartür als Drehfalttür im Vergleich zu einer Standardtür
Wo jeder Zentimeter zählt und keine Wandfläche für eine Schiebetür vorhanden ist, bietet die Raumspartür eine funktionale Lösung – z. B. in Bädern, Küchen, Speisekammern oder WCs.
Auf den ersten Blick ähnelt sie einer Drehflügeltür, funktioniert jedoch als zweiteilige Falttür. Beim Öffnen faltet sie sich und benötigt dadurch einen deutlich kleineren Schwenkbereich.
Die sogenannte Drehfalttür wurde entwickelt, um bei Kombination mit klassischen Drehflügeltüren ein einheitliches Design im Raum zu ermöglichen.
Auch im barrierefreien Bauen spielt sie eine wichtige Rolle, da sie sich problemlos aus dem Rollstuhl heraus bedienen lässt.
Eine stumpfe Innentür besitzt eine gerade Türkante, also keinen Falz. Daher wird sie auch als ungefälzte Tür bezeichnet.
Das Türblatt liegt nicht auf dem Rahmen auf, sondern schließt bündig mit der Zarge ab.
Stumpfe Innentüren sind vor allem wegen ihres modernen Designs beliebt. Die flächenbündige Ausführung wirkt klar und geradlinig und wird häufig durch verdeckt liegende Bänder ergänzt.
Große Durchgänge erfordern entsprechende Türlösungen. Hier kommen zweiflügelige Türelemente mit zwei Türblättern zum Einsatz – bestehend aus Geh- und Standflügel.
Der Gehflügel ist der aktiv genutzte Flügel und wird mit Schloss und Türdrücker bedient. Der Standflügel (Bedarfsflügel) bleibt in der Regel fixiert und kann bei Bedarf über einen Riegel (oben und unten) oder einen Falztreibriegel geöffnet werden.
Die beiden Flügel haben unterschiedliche Öffnungsrichtungen. In der Regel sind sie mit einem Gegenfalz ausgestattet, bei dem die Falze ineinandergreifen. Bei Schallschutztüren wird dieser Bereich zusätzlich abgedichtet.
Zweiflügelige Innentüren sind sowohl in symmetrischer Ausführung (beide Flügel gleich breit) als auch in asymmetrischer Ausführung (unterschiedlich breite Flügel) erhältlich.
Für die Konstruktion von Innentüren gibt es tausende Variationsmöglichkeiten. Ein wesentlicher Einflussfaktor ist die Funktion: Türen, die z. B. Schallschutz bieten sollen, werden speziell dafür konstruiert. Gleiches gilt für Anforderungen wie Einbruchhemmung, Klimastabilität oder Feuchtigkeitsbeständigkeit.
Ein weiterer wichtiger Faktor ist das Design. Größe, Material und Gestaltung bestimmen die jeweilige Bauweise.
Band: Türbänder sind die Scharniere der Tür. Sie verbinden Türblatt und Zarge beweglich miteinander und tragen das Türblatt.
Türblatt: Das Türblatt (auch Türflügel) ist der bewegliche Teil der Tür.
Türdrücker: Ein Türdrücker ist ein Griff zum manuellen Öffnen und Schließen einer Tür.
Rosette: Eine Türrosette ist eine Abdeckplatte in kompakter Form über dem Türschloss. Größere Varianten werden als Türschild bezeichnet.
Einfache (sturzhohe) Innentür
Eine einfache Innentür wird auch Standard-Tür, Normtür oder DIN-Tür genannt. Sie wird nach Normmaßengefertigt. Die Maßzusammenhänge sind in der DIN 18100 / 18001 beschrieben. Die einfache Innentür sitzt zwischen dem Fußboden und dem Sturz, der Türöffnung in der Wand; deshalb nennt man sie auch sturzhohe Tür.
Raumhoch oder geschosshoch ist ein Türelement, wenn es die volle Höhe vom Fußboden bis annähernd zur Decke einnimmt. Raumhohe Konstruktionen können unterschiedlich ausgeführt sein: Das Türblatt kann selbst raumhoch sein; es kann mit einer Oberblende (unbewegliches Blendenelement über dem Türblatt) versehen sein oder mit einem Oberlicht (Glasfeld über dem Türblatt). Weitere Variationsmöglichkeiten sind die Ausführung mit oder ohne Kämpfer (als Kämpfer bezeichnet man den sichtbaren Quer-Riegel zwischen Oberblende/-licht und Tür) sowie mit oder ohne Zargenquerteil (horizontales Rahmenteil oben). Türelemente mit Oberlicht bieten sich insbesondere in Räumen an, in denen eine geschlossene Tür gewünscht ist, die aber ansonsten nur über wenig oder kein natürliches Licht verfügen, zum Beispiel innenliegende Flure.
Eine Innentür kann durch ein Seitenteil ergänzt werden – einen feststehenden seitlichen Rahmen, der verschieden gefüllt sein kann, z.B. mit Glas oder Holz. Ein Seitenteil kann auf der Schloss-Seite der Tür liegen oder auf der Band-Seite. Auch beidseitige Ausführungen sind möglich. Die Verbreiterung um ein Seitenteil bedeutet eine optische Betonung des Türelements. Besteht es aus Glas (Seitenlicht), fällt mehr Licht in den Raum.
Eine Innentür kann nach oben hin durch einen Rahmen ergänzt werden. Wird dieser Rahmen mit einer Füllung versehen (z.B. Holz), spricht man von einer Oberblende; wird er mit Glas gefüllt, spricht man von einem Oberlicht. Oberblende und Oberlicht betonen die Raumhöhe. Ein Oberlicht bringt zusätzlich mehr Licht in den Raum.
Bei Innentüren unterscheidet man zwischen gefälzten und ungefälzten Türen. Gemeint ist die Kantengeometrie des Türblatts.
Gefälzte Türen besitzen eine L-förmige Kante und sind im deutschsprachigen Raum am weitesten verbreitet. Das Türblatt liegt dabei nicht bündig in der Zarge, sondern leicht auf – man spricht von einem aufliegenden Überschlag.
Ungefälzte (stumpfe) Türen haben hingegen eine gerade Kante ohne Falz. Türblatt und Zarge liegen in einer Ebene. Diese Bauweise ist vor allem im angloamerikanischen Raum verbreitet.
Gefälzte Türen bieten den Vorteil, dass sie den Spalt zwischen Türzarge und Türblatt abdecken und bei geschlossener Tür kaum Licht durchlassen. Zudem kann der Falz eine Türfalzdichtung aufnehmen, was insbesondere bei erhöhten Schallschutzanforderungen relevant ist.
Für besonders hohe Schallschutzanforderungen kommen Türblätter mit Doppelfalz oder sogar Dreifachfalz zum Einsatz.