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Wiki-Topic: Materialien & Oberflächen

Hochwasserschutztor

Das hochwasserbeständige Schutztor ist ein hochwertiges Garagenschwingtor mit einem speziellen Dichtungssystem. Es kann komfortabel mit Torantrieb, als auch manuell betrieben werden.

Das Hochwasserschutztor ist hochwasserbeständig und bietet einen definierten Schutz gegen die Launen der Natur, wie Starkregen, drückendes Grundwasser und Hochwasser. Im geschlossenen Zustand läßt das hochwasserbeständige Tor nur eine festdefinierte Menge an Wasser in die Garage. Die Hochwasserschutztore werden dazu mit einem definierten Wasserstandspegel geprüft, um sich Hochwasserbeständig zu nennen.

Durch die Kombination von Garagentorkonstruktion, speziellem Dichtungssystem, geprüftem Montagematerial und fachgerechtem Einbau wird die Hochwasserbeständigkeit erreicht. Das hochwasserbeständige Tor wird in unterschiedlichen Materialien und Farben angeboten.

Richtlinien und Begrifflichkeiten

Wasserdicht Ein Abschluss ist wasserdicht bis zu einem bestimmten Wasserpegel im Sinne dieser Richtlinie, wenn kein Wassereintritt zur Innenseite innerhalb von 24 Stunden feststellbar ist. Ein Wassereintritt in die Konstruktionsfugen des Abschlusses selbst ist dabei zulässig.

Hochwasserbeständig Ein Abschluss ist hochwasserbeständig bis zu einem bestimmten Wasserpegel im Sinne dieser Richtlinie, wenn innerhalb von 24 Stunden weniger als 240 Liter Wasser durch den Abschluss eintreten. Brüche und Risse, die einen Wassereintritt nicht über das zulässige Maß ermöglichen, sind zulässig, wenn sie die Statik des Abschlusses nicht negativ beeinflussen.

Fingerklemmschutz Schwingtor

Nahaufnahme des Fingerklemmschutzes an Garagentor
Seitlicher Fingerklemmschutz Schwingtor© Teckentrup

Eine flexible Kunststoffleiste am Torblatt und an der Zarge (Torrahmen) schützt vor dem Einklemmen der Finger.

Zwischen Hebelarm und Seitenzarge bleibt immer ein Sicherheitsabstand.

Schwingtor-Motive

Zeichnung verschiedener möglicher Motive
Schwingtor Motive© Teckentrup

Für die Gestaltung des Garagentorblatts gibt es zahlreiche Möglichkeiten.

Die Sicke unterteilt das Torblatt waagrecht oder senkrecht und gibt ihm eine paneelartige Optik. Ausführungen mit Kassettenfüllungen sind ebenso möglich wie Fischgrätmuster.

Massivholz-Tore können senkrecht, waagerecht, diagonal oder im Fischgrätmuster beplankt sein.

Schwingtor

Skizze des Bewegungsablaufes eines Schwingtors
Schwenkbereich des Tor© Novoferm GmbH

Das Schwingtor (auch Kipptor) ist ein Garagentor mit Stahlrahmen, das durch eine Hebelarmkonstruktion beim Öffnen nach außen schwingt und unter die Garagendecke geschoben wird. Seitliche Hebelarme mit Ausgleichsfedern (Federpakete) aus Stahl gewährleisten ein relativ müheloses Hochschieben des Torflügels. Ist das Tor geschlossen, ist die Feder gespannt; wird es geöffnet, zieht die Feder sich zusammen.

Ältere Garagentore werden über eine einfache Spiralzugfeder betrieben. Zu schwache oder materialermüdete Federn bergen Risiken – sie können reißen und Menschen erheblich verletzen. Moderne Schwingtore verfügen über ein drei-, vier-, oder fünffaches Federpaket. Der Vorteil besteht darin, dass das Tor nicht abstürzt, wenn eine Feder reißen sollte. Ein durch die Feder geführtes Stahlseil, das in der Wand verdübelt oder am Metallrahmen verschraubt wird, erhöht die Sicherheit. Schwingtore müssen heute EU-Sicherheitsnormen erfüllen, d.h. sie müssen neben Federsystemen mit Fingerklemmschutz und sicheren Schienenführungen, die ein Entgleisen des Torblattes verhindern, ausgestattet sein.

Der Torflügel des Schwingtores besteht aus einem einflügeligen, verzinkten Stahlblechelement, das in der Regel gesickt ist, d.h. das Blech ist lamellenförmig geprägt und hat eine paneelartige Optik. Daneben gibt es Torflügel in Kassetten- und Fischgrätoptik und je nach Anbieter weitere Ausführungen. Schwingtore aus Stahlblech sind pulverbeschichtet. Neben Standardfarben wie verkehrsweiß, grau oder braun sind weitere RAL-Farben erhältlich.

Schwingtorblatt-Füllungen können aus Massivholz hergestellt werden. Meist wird Nordische Fichte oder Hemlock benutzt. Die Profilhölzer sind grundimprägniert und können farblich neutral für die individuelle Weiterverarbeitung oder bereits endbehandelt ausgeliefert werden.

Ein Schwingtor schwingt beim Öffnen und Schließen nach außen und braucht deshalb Platz. Vor der Garage muss ein Freiraum von mindestens einer halben Torblatthöhe sein. Kann dieser Abstand nicht eingehalten werden, zum Beispiel weil die Garage direkt an einer Straße liegt, sind Schwingtore verboten. Der Verkehrsfluss darf nicht beeinflusst oder gefährdet werden. Zu beachten ist: Gegenstände, die vor dem Schwingtor abgestellt werden (z.B. Fahrräder) können umgeworfen und beschädigt werden.

Schwingtore können mit einem Garagentorantrieb ausgestattet werden.

Schwingtor mit Schlupftür

Beispielfoto einer Garage mit Schwingtor mit Schlupftür
Schwingtor mit Schlupftür© Novoferm GmbH

In ein Schwingtor kann eine Schlupftür eingebaut werden – eine Tür, die in das Torblatt integriert ist.

Durch sie kann das Tor bequem passiert werden, ohne dass das Garagentor geöffnet werden muss. Schlupftüren kommen zum Beispiel zum Einsatz, wenn kein Platz für Nebentüren vorhanden ist.

Schlupftüren gehen immer nach außen auf, um in der Garage parkende Fahrzeuge nicht zu beschädigen.

Ist die Schlupftür geöffnet, lässt sich das Tor aus Sicherheitsgründen nicht öffnen – das wird über einen Riegelkontakt am Schloss der Tür gesteuert.

Nebentüren für Schwingtore

Einbauskizze vor der Öffnung
Einbauskizze vor der Öffnung© Hörmann KG

Garagen mit Schwingtoren können mit ansichtsgleichen Nebentüren versehen werden – das gleichartige Design rundet die Optik einer Garage ab.

Die Türblätter haben entweder eine Stahl- oder Profilholzfüllung. Türblattrahmen und Zarge sind verzinkt und polyester-pulvergrundbeschichtet.

Einbauskizze in der Öffnung
Einbauskizze in der Öffnung© Hörmann KG

Nebentüren werden in der Regel für den Außenanschlag hergestellt.

Durch Umschrauben der Beschläge ist ein Innenanschlag möglich.

Einbauskizze hinter der Öffnung
Einbauskizze hinter der Öffnung© Hörmann KG

Serienmäßig werden Nebentüren mit einer Kunststoff-Drückergarnitur und einem Profilzylinder-Einsteckschloss versehen.

Optional lassen sie sich mit einer 3-Punkt Verriegelung und Sicherheitsrosetten der Klasse 2 einbruchhemmend ausstatten.