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Wiki-Topic: Materialien & Oberflächen

Schwingtor-Oberflächen

Die Oberfläche eines Schwingtores sollte witterungsbeständigen Langzeitschutz bieten. Dies gewährleistet feuerverzinktes Metall und eine beidseitige Polyester-Grundbeschichtung in verkehrsweiß (ähnlich RAL 9016) oder braun, die es in verschiedenen Designs gibt. Schwingtore in anderen RAL-Farben sind ebenso möglich.

Daneben gibt es Schwingtore mit Holz-Dekor sie sind von außen mit einer UV-beständigen Kunststoff-Folie beschichtet und innen grauweiß (ähnlich RAL 9002) polyester-grundbeschichtet.

Schwingtorblatt-Füllungen können auch aus Massivholz hergestellt werden. Zumeist wird Nordische Fichte oder Hemlock benutzt. Die Profilhölzer sind grundimprägniert und können farblich neutral für die individuelle Weiterverarbeitung oder bereits endbehandelt ausgeliefert werden.

Sektionaltor-Oberflächen

Die Oberfläche von Sektionaltoren kann glatt oder mit Holzmaserung versehen sein.

Die Lamellen sind aus feuerverzinktem Stahlblech, mit einer beidseitigen Polyester-Grundbeschichtung, außen verkehrsweiß (ähnlich RAL 9016), innen grauweiß (ähnlich RAL 9002). Weitere RAL-Farben sind ebenso möglich.

Dunkle Farben sollten bei doppelwandigen Toren in Ausrichtung zur Sonne vermieden werden; das Aufheizen durch die Sonne kann dazu führen, dass sich die Sektionen durchbiegen (Lamellendurchbiegung) und die Funktionsfähigkeit des Tores eingeschränkt wird.

Es gibt auch Sektionaltore in Holz-Dekor – sie sind von außen mit einer UV-beständigen Kunststoff-Folie beschichtet und innen grauweiß (ähnlich RAL 9002) polyester-grundbeschichtet.

Sektionaltorblätter können mit Füllungen aus Massivholz ausgeführt werden. Meist wird Nordische Fichte oder Hemlock benutzt. Die Profilhölzer sind grundimprägniert und können farblich neutral für die individuelle Weiterverarbeitung oder bereits endbehandelt ausgeliefert werden.

Holzstruktur (woodgrain)

Nahaufnahme von Holzstruktur
Sektionaltor Holzstruktur (woodgrain)© Novoform

Diese Oberfläche ist mit einer Holzstruktur geprägt und wird für pulver- oder dekorbeschichtete Tore verwendet. Sie ist pflegeleicht und ein Klassiker unter den Oberflächenstrukturen.

Glatte Oberfläche

Nahaufnahme glatte Oberfläche
Sektionaltor glatte Oberfläche© Teckentrup

Diese Oberfläche ist seidenglatt und wird für pulver- oder dekorbeschichtete Tore verwendet. Vorteil dieser Oberfläche ist, dass Schmutz und Nässe einfach abperlen können. Sie passt besonders gut zu moderner Architektur. Spezifische Lieferantenbezeichnungen für diese Oberfläche sind glatt Noblesse und Silkgrain.

Wellenprofil

Nahaufnahme Wellenprofil
Sektionaltor Wellenprofil© Hörmann

In diese pulverbeschichtete, glatte Stahloberfläche wird ein Wellenprofil eingeprägt. Durch dieses Wellenprofil ergeben sich ansprechende Licht- und Schatteneffekte. Spezifische Lieferantenbezeichnungen für diese Oberfläche sind "Micrograin" und "Microprofiliert".

Dekorbeschichtung

Nahaufnahme Titan Metallic Beschichtung
Sektionaltor Dekorbeschichtung Titan Metallic, Anthrazit mit metallischem Effekt & Holzdekorbeschichtung Golden OakHörmann

Sektionaltore können mit witterungsbeständigen Folien beschichtet sein. Dabei handelt es sich entweder um Holz- oder Phantasiedekore. Die Folien können auf einer glatten oder einer holzstrukturierten Oberfläche verklebt werden.

Vollholz

Nahaufnahme Vollholz Nordische Fichte
Vollholzpaneel Nordische Fichte & Hemlock© Hörmann

Sektionaltore können auch mit Füllungen aus Vollholz (Massivholz) ausgeführt werden. Meist wird Nordische Fichte oder Hemlock dafür verwendet. Die Profilhölzer sind grundimprägniert und können farblich neutral für die individuelle Weiterverarbeitung oder bereits endbehandelt sein.

Fingerklemmschutz für Sektionaltore

Nahaufnahme von Händen am Fingerklemmschutz
Fingerklemmschutz innen & außen Sektionaltor© Teckentrup

Die Torglieder sind so geformt, dass der Spalt zwischen ihnen immer kleiner als 4 mm ist.

Garagentore können innen und außen mit Fingerklemmschutz ausgestattet werden.

Sektionaltor-Motive

Illustration verschiedener Motive an Sektionaltoren
Sektional Motive© Hörmann

Wird der Sickenabstand der Torhöhe oder -breite angepasst, ergibt sich eine besonders gleichmäßige Optik.

Die einzelnen Sektionen sind in verschieden Ansichten verfügbar. Je nach Höhe der Lamellen spricht man von Schmal-, Mittel- oder Großsicke.

Ausführungen mit Kassettenfüllungen sind ebenso möglich wie Fischgrätmuster.

Designorientiert sind Ausführungen mit Edelstahl-Applikationen und Verglasungselementen.

Auch Kreationen nach individuellem Kundenwunsch sind für Garagentor-Hersteller in der Regel kein Problem.

Torsionsfederpaket

Nahaufnahme einer Torsionsfeder mit Seilzug
Torsionsfeder mit Seilzug© Hörmann

Torsions- oder Zugfederpakete dienen als Gewichtsausgleichssysteme.

Sie gewährleisten bei Sektionaltoren jederzeit das perfekte Ausbalancieren des Torblattgewichts.

Ihren Bruch und den Absturz des Tores verhindert eine Federbruchsicherung oder ein selbsthemmendes Getriebe.

Skizze einer Torsionsfeder vorne und hinten
Torsionsfeder vorne & hinten© Hörmann

Je nach Sturzhöhe liegt das Torsionsfederpaket vorne am Sturz oder bei weniger Platz hinten an den Führungsschienen.

Zugfedertechnik bei Sektionaltoren

Nahaufnahme einer seitlichen Zugfeder
Seitliche Zugfedertechnik© Hörmann KG

Hat eine Garagenöffnung einen zu niedrigen Sturz, kann ein Sektionaltor nicht mit einem Torsionsfederpaket ausgestattet werden.

Die Lösung ist eine seitliche Zugfedertechnik. Die seitlich innenliegenden doppelten Zugfedern sind mit je zwei Lastseilen ausgestattet, über die sich das Tor öffnen und schließen lässt.

Seitlicher Eingreifschutz

Nahaufnahme einer Hand am Eingreifschutz
Seitlicher Eingreifschutz Sektionaltor© Teckentrup
Sektionaltore sind so konstruiert, das ein versehentliches Eingreifen zwischen Zarge und Laufschiene unmöglich ist.

Sektionaltor

Skizze der Funktionsweise eines Sektionaltors
© Novoferm GmbH

Den ausgereiftesten Stand der Tor-Technologie bietet das Sektionaltor. Es besteht aus rechteckigen Einzelelementen, so genannten Sektionen, die dem Sektionaltor seinen Namen geben. Die einzelnen Sektionen sind über einen Gelenkmechanismus miteinander verbunden.

Dadurch benötigt das Sektionaltor, im Gegensatz zum Schwingtor, beim Öffnen keinen Schwenkbereich. Es fährt mithilfe eines Torsionsfederpaketes oder einer Zugfedertechnik (bei zu geringer Sturzhöhe) senkrecht nach oben und wird über Führungsschienen unter die Garagendecke geschoben. Das Gewicht des Tores wird im Gegensatz zum Schwingtor von einer oben liegenden Torsionsfeder (oder seitlichen Zugfedern) gehalten.

Sektionaltore haben Vorteile gegenüber Schwingtoren: Die Durchgangsbreite und -höhe der Garagenöffnung kann nahezu komplett genutzt werden; Sektionaltore sind deshalb ideal in Garagen für breitere und höhere PKWs.

Weil Sektionaltore keinen Schwenkbereich beim Öffnen und Schließen benötigen, ist der Platz vor der Garage voll nutzbar, zum Beispiel als Stellplatz für den Zweitwagen.

Sektionaltore werden in der Regel aus Stahlblech, Holz oder Aluminium gefertigt. Sektionaltore können einwandig oder doppelwandig hergestellt werden. Tore mit doppelten Wänden bieten aufgrund ihrer Füllung (ausgeschäumt mit FCKW-freiem Polyurethan) eine erhöhte Wärmedämmung. Doppelwandige Tore sind sinnvoll, wenn die Garage unmittelbar an das Haus angrenzt oder zum Beispiel als Werkstatt genutzt wird.

Die oberste Sektion eines Sektionaltores kann zum Lüften kippbar gestaltet oder mit einem Fenster für Tageslicht versehen werden.

Sektionaltore müssen wie Schwingtore EU-Sicherheitsnormen erfüllen. Dafür sind sie mit Fingerklemmschutz, in einer Schiene geführten Laufrollen, einem seitlichen Eingreifschutz, Torsionsfedertechnik mit integrierter Federbruchsicherung und verdeckt innenliegender Seilführung zwischen Torblatt und Zarge ausgestattet.

Sektionaltore können manuell oder elektrisch betrieben werden. Manuell betriebene Tore benötigen einen Torgriff. Bei der Ausführung mit elektrischem Torantrieb kann das Tor auch ohne Torgriff (die optisch elegantere Lösung) per Funk bedient werden. Tore, die mit einem Antrieb ausgestattet sind, erhöhen die Sicherheit vor Diebstahl und Vandalismus, wenn eine mechanische Aufschiebesicherung vorhanden ist.

Sektionaltore werden standardmäßig ohne Torgriff und Schloss ausgeliefert. Wird ein Sektionaltor ohne Torgriff und Schloss mit einem Antrieb ausgestattet und fehlt ein zweiter Zugang, ist eine Notentriegelung erforderlich.

Sektionen

Das Sektionaltor besteht aus rechteckigen Elementen, den so genannten Sektionen, die aus feuerverzinktem Stahlblech hergestellt werden.

Die einzelnen Sektionen werden in einer Nut-und-Feder-Verbindung übereinander gesteckt und über einen Gelenkmechanismus miteinander verbunden.

Die Form der Torglieder gewährleistet Fingerklemmschutz, d.h. es gibt weder zwischen den Sektionen noch an den Scharnieren Quetschstellen.

Die Sektionen können in verschiedenen Oberflächen ausgeführt und mit Motiven versehen werden.

Sektionaltor mit Schlupftür

Skizze eines Sektionaltors mit symmetrischer Schlupftür
Sektionaltor mit symmetrischer Schlupftür© Novoferm GmbH
Ein Sektionaltor kann mit einer Schlupftür versehen werden – einer Tür, die in das Torblatt integriert ist. Durch die Schlupftür kann das Tor bequem passiert werden, ohne dass es geöffnet werden muss, zum Beispiel um Fahrräder aus der Garage zu holen.
Schlupftüren inasymmetrischer Anordnung© Novoferm GmbH

Schlupftüren gehen immer nach außen auf, um in der Garage parkende Fahrzeuge nicht zu beschädigen. Ist die Schlupftür geöffnet, lässt sich das Tor aus Sicherheitsgründen nicht öffnen – das wird über einen Riegelkontakt am Schloss der Tür gesteuert.

Nebentüren für Sektionaltore

Einbauskizze vor der Öffnung
Einbauskizze vor der Öffnung© Hörmann KG
Garagen mit Sektionaltoren können mit ansichtsgleichen Nebentüren versehen werden – das gleichartige Design von Tor und Nebentür gewährleistet eine stimmige Optik. Die Nebentür wird aus beidseitig feuerverzinkten, ausgeschäumten Stahlsektionen gefertigt. Sie ist rundum mit Alu-Profilen und Dichtungsgummi umfasst.
Einbauskizze in der Öffnung
Einbauskizze in der Öffnung© Hörmann KG
Während Schlupftüren immer nach außen aufgehen, können sich Nebentüren auch nach innen öffnen. Nebentüren erhält man sowohl mit einer Blockzarge (für den Einbau hinter oder in der Öffnung) als auch mit einer Eckzarge (für den Einbau hinter der Öffnung).
Einbauskizze hinter der Öffnung
Einbauskizze hinter der Öffnung© Hörmann KG
Serienmäßig werden Nebentüren mit einer Kunststoff-Drückergarnitur und einem Profilzylinder-Einsteckschloss versehen. Optional lassen sie sich mit einer 3-Punkt Verriegelung und Sicherheitsrosetten der Klasse 2 einbruchhemmend ausstatten.

Seitensektionaltor

AnimationSeitenselektion
Eine Sonderform unter den Garagentoren sind Seitensektionaltore. Sie kommen zum Einsatz, wenn die Garagenwände nicht parallel verlaufen, sondern spitz zulaufen; ein normales Sektionaltor würde beim Öffnen an eine Wand stoßen. Seitensektionaltore sind aufwendiger herzustellen als Sektionaltore und deshalb teurer. Die einzelnen Sektionen sind wie beim Sektionaltor miteinander verbunden. Im Gegensatz zum Deckensektionaltor werden Seitensektionaltore beim Öffnen nicht unter die Decke geschoben, sondern in engem Bogen zur Seitenwand der Garage geführt.Das Seitensektionaltor lässt sich immer so weit öffnen wie nötig, zum Beispiel zum Hinein- und Hinausgehen oder zum Abstellen von Fahrrädern. Eine selbsttragende Sandwich- oder Alu-Rahmen-Konstruktion mit kugelgelagerten Laufrollen und Führungsrollen für die Bodenschiene erhöht den Komfort. Die Dämmeigenschaften des Tores lassen sich durch Bürstendichtungen erheblich erhöhen, sie sind hart, widerstandsfähig und wasserabweisend. Alle Seitensektionaltore können mit einem Garagentorantrieb ausgestattet werden.