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Wiki-Topic: Tuerdruecker

Lochungen (Rosettenlochung, Schildlochung)

Verschiedene Formen der Lochung im Vergleich
Lochung© HOPPE AG

Türdrückergarnituren weisen in den Schilden bzw. den Schloss-Rosetten unterschiedliche Lochungen auf – abhängig davon, welches Schloss verwendet wird.

Stiftstärke

Skizze der Stiftstärken von Drückergarnituren
Stiftstärke© HOPPE AG

In Deutschland sind die Stifte von Drückergarnituren genormt:

Zimmer-/WC-Türen: A = 8 mm
WC-Tür (Olive): B = 8 mm
Feuerschutz– und Rauchschutztüren: A = 9 mm
Wohnungsabschlusstüren: A = 10 mm oder 8 mm

Stiftlänge

Skizze, wo die Stiftlänge gemessen werden sollte
Stiftlänge© HOPPE AG

Die Länge des Drückerstifts richtet sich nach der Türblattdicke und der Beschlagstärke. Für die Auswahl eines passenden Beschlags sollte daher die Türblattstärke (D) bekannt sein.

Ein weiteres wichtiges Maß ist der Abstand zwischen Mitte Griffloch und Schlüsselloch.

Normen für Deutschland:
Zimmertüren: C = 72 mm
WC-Türen: C = 78 mm
Wohnungsabschlusstüren: C = 72 mm oder 92 mm

Rückholfeder

Türdrücker können mit Rückholfedern (Hochhaltefedern) ausgestattet werden. Diese halten den Türdrücker in der oberen Position, entlasten das Schloss und verhindern auch bei starker Beanspruchung ein Herunterhängen.

Türschild

Beispielbild eines Türgriffs mit Langschildgarnitur
Langschildgarnitur©HOPPE AG

Die Metallplatte, in der der Türdrücker verankert ist, nennt man Türschild. Es deckt den Bereich vom Drücker bis rund um das Schlüsselloch ab. Man unterscheidet zwischen Langschilden und Kurzschilden.

Langschild-Garnitur: Sie besteht aus zwei Türgriffen und zwei Langschilden mit Lochungen für Profilzylinder-, Buntbart– oder Badschloss. Langschilde sind meist rechteckig oder abgerundet.

Kurzschild-Garnitur: Sie besteht ebenfalls aus zwei Türgriffen und zwei Kurzschilden mit entsprechenden Lochungen. Kurzschilde sind kompakter als Langschilde und ebenfalls in rechteckigen oder abgerundeten Formen erhältlich.

Wechselgarnitur

Beispielfoto eines Türgriffs mit Rosettengarnitur
Türschild, Rosettenganitur & Wechselganitur© HOPPE AG

Eine Wechselgarnitur besteht aus einem Türknauf auf der Außenseite und einem Türdrücker auf der Innenseite.

Der Türknauf verhindert das Öffnen der nicht verriegelten Tür von außen. Er kann mittig über dem Schild oder der Rosette angeordnet sein oder in einer gekröpften Variante seitlich versetzt.

Bei asymmetrischen Formen ist die DIN-Richtung der Tür zu beachten.

Schutzbeschlag (Sicherheitsbeschläge)

Beispielfoto eines Schutzbeschlags
Zylinderabdeckung© HOPPE AG

Schutzbeschläge erhöhen die Sicherheit vor Einbruch. Schutzgarnituren sind mit einbruchhemmenden Bauteilen ausgestattet, z. B. mit Zylinderabdeckungen (Kernziehschutz), die das Herausziehen des Zylinders erschweren, sowie mit einem Bohrschutz in Form einer Stahlplatte.

Diese schützt das Türschild vor dem Aufbohren.

Die Anforderungen an Schutzbeschläge sind in der DIN 18257 definiert. Es werden vier Schutzklassen unterschieden, die von geringer bis extremer Einbruchhemmung reichen.

Aufbau eines Türdrückers mit eingebautem Schutzbeschlag
Schutzbeschlag© Hoppe AG

Eine Sicherheitsgarnitur kann auf der Wohnungsinnenseite mit einer Rosettengarnitur kombiniert werden, um eine einheitliche Optik mit den übrigen Innentüren zu gewährleisten.

Rosettengarnitur

Beispielfoto eines Türgriffs mit Rosettengarnitur
Rosettengarnitur©HOPPE AG

Eine Drückergarnitur mit getrennter Aufnahme für Drücker und Schlüsselabdeckung wird als Rosettengarnitur bezeichnet. Die Rosetten decken jeweils nur den Bereich rund um den Drücker bzw. das Schlüsselloch ab.

Eine Rosettengarnitur für Innentüren besteht aus zwei Türgriffen, zwei Drücker-Rosetten und zwei Schloss-Rosetten.

Drücker-Rosetten sind in verschiedenen Formen erhältlich, z. B. rund, oval oder eckig. Sie können entweder auf das Türblatt aufgesetzt oder flächenbündig eingelassen werden.

Die Schloss-Rosetten sind mit passenden Lochungen für Profilzylinder-, Buntbart– oder Badschloss ausgestattet.