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Wiki-Topic: Materialien & Oberflächen

Die häufigsten Fragen zum Kauf von Wohndachfenstern bzw. Dachfenstern

Welches Material sollte ich wählen?

Dachfenster sind in der Regel aus Holz oder Kunststoff erhältlich. Welches Material Sie wählen, hängt von Ihren persönlichen Vorlieben und den baulichen Gegebenheiten ab.

Holz passt vor allem zu einem naturnahen Wohnstil und gibt dem Raum einen warmen Eindruck. Es benötigt jedoch regelmäßige Pflege und eine Behandlung mit spezieller Lasur.

Kunststoff ist pflegeleicht und muss nur feucht abgewischt werden. Zudem sind viele Farben und Holz-Optiken erhältlich.

Welche Bedien-Variante ist die Richtige für mich?

Die gängigsten Varianten sind Schwing-Fenster und Klapp-Schwingfenster.

Ein Klapp-Schwingfenster kann oben oder unten geöffnet werden und bietet freien Ausblick, auch im Sitzen.

Lohnt sich die elektrische Fenster-Öffnung für mich?

  1. Fenster schwer erreichbar: z.B. bei hoch gelegenen oder Flachdachfenstern.
  2. Bedienkomfort für Kinder und ältere Menschen: automatische Systeme erleichtern die Nutzung.
  3. Komfort: Steuerung per Fernbedienung oder App.

Welchen Nutzen bringt mir ein Smart Home System?

Komfort und Sicherheit. Sensoren erkennen Regen oder Hitze und reagieren automatisch. Fenster schließen sich selbstständig und schützen Ihr Zuhause.

Wie aufwändig ist eine Fenster-Modernisierung?

  • Renovierungsfenster: schneller Austausch mit wenig Aufwand.
  • Austausch mit Innenfutter: bessere Dämmung, ca. halber Tag Aufwand.
  • Vergrößerung: mehr Licht, aber höherer Aufwand.

Wer baut mein Dachfenster ein?

Ein qualifizierter Fachbetrieb sorgt für einen sicheren und fachgerechten Einbau.

Gibt es Fördermittel?

Ja, z.B. über die KfW mit bis zu 15% Förderung.

Was kostet ein Dachfenster?

Die Kosten hängen von Größe, Material, Verglasung und Ausstattung ab.

Wie pflege ich meine Fenster?

Kunststoff: feucht reinigen. Holz: regelmäßig lasieren. Rahmen und Ablauf sauber halten.

Wie lange gilt die Garantie?

Je nach Hersteller bis zu 15 Jahre für Fenster, 2–3 Jahre für Zubehör.

An wen wende ich mich bei Reparaturen?

An den Fachbetrieb oder direkt an den Hersteller.

Hitzeschutz

Gerade bei großen Dachfenstern ist Hitzeschutz wichtig © VELUX

Gerade im Dachgeschoss kann es durch die Sonneneinstrahlung im Sommer schnell sehr warm werden und die Hitze staut sich unter dem Dach.

Mit der Wahl der richtigen Verglasung eines Dachfensters lässt sich das Raumklima jedoch deutlich verbessern.

Gleichzeitig sollte das Dachfenster im Winter gut isolieren und möglichst wenig Wärme nach außen abgeben.

Die Wirkung wird über den sogenannten solaren Wärmegewinn gemessen. Dieser beschreibt, wie viel Sonnenenergie durch das Fenster in den Raum gelangt.

Als Kennwert dient der Gesamtenergiedurchlassgrad (g-Wert) nach DIN EN 410.

Je niedriger dieser Wert ist, desto besser ist der Hitzeschutz des Fensters.

Besonders bei Fenstern mit Südausrichtung sollte auf einen niedrigen g-Wert geachtet werden, um das Dachgeschoss im Sommer kühl zu halten.

Zusätzlich kann der Hitzeschutz durch Zubehör wie Rollläden, Hitzeschutzmarkisen oder Jalousien weiter verbessert werden.

Anti-Tau-Effekt

Vergleich vom Ausblick ohne Anti-Tau-Effekt und mit
Anti-Tau Effekt© VELUX

Vor allem im Frühjahr und Herbst, wenn die Temperaturen zwischen Tag und Nacht stark variieren und die Luftfeuchtigkeit sehr hoch ist, kann eine gute Wärmedämmung des Dachfensters auch einen unerwünschten Nebeneffekt haben:

Die Außenseite des Fensters bleibt kalt, während die Innenscheibe warm ist. Durch diesen Temperaturunterschied kann die Luftfeuchtigkeit auf der Außenseite kondensieren – es kommt zu Taubildung auf der Scheibe.

Dadurch kann der Ausblick nach draußen zeitweise nebelig wirken.

Um diesen Effekt zu reduzieren, gibt es Verglasungen mit einem speziellen Anti-Tau-Effekt.

Hierbei wird eine Beschichtung auf die Außenscheibe aufgebracht, die die Temperatur der Glasoberfläche leicht erhöht.

So kann sich weniger Tau bilden und eine klare Aussicht nach draußen bleibt erhalten.

Reinigungseffekt

Vergleichsfoto Scheibe ohne Selbstreinigungseffekt und mit Effekt
Links ohne, rechts mit natürlichem Reinigungseffekt© VELUX

Damit das Putzen von Dachfenstern kein schwieriges Unterfangen wird, ist eine spezielle Verglasung mit Reinigungseffekt für viele Hausbesitzer interessant.

Moderne Klapp-Schwing-Fenster lassen sich zwar leicht kippen, dennoch kann die Reinigung – insbesondere bei hohen Fenstern – schwierig sein.

Eine Verglasung mit Reinigungseffekt bietet hier eine praktische Lösung: Die Außenscheibe ist mit einer transparenten, unsichtbaren Beschichtung versehen.

Diese Beschichtung hat mehrere Vorteile:

  • Organische Verschmutzungen wie Pflanzenreste oder Vogelkot werden durch Sonneneinstrahlung zersetzt.
  • Gelöste Schmutzpartikel werden beim nächsten Regen abgewaschen.
  • Wasser läuft ohne Tropfenbildung ab – dadurch entstehen keine Wasserflecken.
  • Auch bei Regen bleibt die Durchsicht klar, da sich keine Tropfen bilden.
  • Die Scheibe trocknet schneller nach einem Regenschauer.

Der natürliche Reinigungseffekt sorgt dafür, dass das Fenster seltener gereinigt werden muss und dauerhaft einen gepflegten Eindruck vermittelt.

Gleichzeitig bleibt die Sicht nach draußen klar und ungestört.

Holz

Nahaufnahme von Fenster mit Holzrahmen
Holz-Fenster© VELUX

Dachfenster aus Holz sind nach wie vor bei vielen Hausbesitzern sehr gefragt. Diese bestehen im Regelfall aus massivem Kiefernholz.

Um das Holz vor Verwitterung zu schützen, wird die Oberfläche mit einer Lackierung aus transparentem Lack versehen. Aus Umweltschutzgründen werden heute nur noch lösungsmittelfreie Lacke verwendet.

Die Vorteile von Holz liegen auf der Hand:

  • Als nachwachsender Rohstoff ist Holz besonders nachhaltig und umweltschonend. Zudem lässt es sich gut recyceln oder entsorgen.
  • Holz besitzt gute natürliche Wärmedämmeigenschaften.
  • Es sorgt für ein warmes und naturnahes Raumklima.

Bei Holzfenstern ist jedoch eine regelmäßige Pflege notwendig: Fachleute empfehlen, Holz-Dachfenster alle drei bis vier Jahre neu zu lackieren, um sie vor Witterungseinflüssen zu schützen.

Wichtig ist außerdem, dass Dachfenster aus Holz nicht in Räumen mit hoher Luftfeuchtigkeit eingesetzt werden sollten.

In Räumen wie Küche oder Bad kann Feuchtigkeit dazu führen, dass der Lack beschädigt wird und das Holz anfällig für Schimmel oder Pilzbefall wird.

In klassischen Wohnräumen unter dem Dach sind Holz-Dachfenster hingegen problemlos einsetzbar und setzen natürliche Akzente.

Materialien der Außenabdeckung

Nahaufnahme Außenabdeckung Titanzink
Außenabdeckung Titanzink© VELUX

Damit das Dachfenster auch optisch in das Dach integriert wird und der Übergang zwischen Dach und Fensterrahmen wind- und regendicht ist, wird eine Außenabdeckung eingesetzt.

Diese besteht je nach Anforderungen aus unterschiedlichen Materialien.

Pflegeleicht und witterungsbeständig ist vor allem Aluminium. Im grauen Farbton stellt es die Standardlösung dar.

Ein Vorteil von Aluminium ist die große Farbauswahl: Viele Hersteller bieten zahlreiche RAL-Farben an.

Eine farbige Außenabdeckung kann entweder unauffällig zum Dach passen oder bewusst gestalterische Akzente setzen.

Neben Aluminium werden auch Kupfer und Titanzink für Eindeckrahmen und Anschluss verwendet.

Diese Materialien kommen vor allem dann zum Einsatz, wenn sie bereits im Dach verwendet wurden und ein einheitliches Erscheinungsbild gewünscht ist.

Insbesondere Kupfer wird zudem eine Wirkung gegen Algenbildung nachgesagt, wodurch sich diese auf dem Dach verzögern kann.

Verglasung

© VELUX

Die Verglasung ist neben der Funktionsweise des Dachfensters ein entscheidendes Kriterium. Daher sollte die Auswahl gut durchdacht sein.

Bei der Wahl der richtigen Verglasung sollten Bauherren sich folgende Fragen stellen:

  • Welche Anforderungen an die Wärmedämmung habe ich? Gerade bei großen Fensterflächen kann sich ein Dachraum schnell aufheizen oder auskühlen.
  • Brauche ich einen besonderen Schallschutz? Zum Beispiel bei Nähe zu Straßen oder Bahnstrecken.
  • Wie sicher soll mein Dachfenster sein? In manchen Fällen ist zusätzlicher Einbruchschutz sinnvoll.
  • Wie aufwendig ist die Reinigung? Selbstreinigende Scheiben können den Pflegeaufwand reduzieren.
  • Wie bleibt der Ausblick klar? Spezielle Beschichtungen können das Beschlagen der Scheibe verhindern.

Energiebilanz der Verglasung

Verschneites Dach mit Fenster
Mit der richtigen Isolierung geht auch im Winter kaum Wärme über das Dachfenster verloren. © VELUX

Wichtig für die Energiebilanz eines Dachfensters ist neben Material und Verarbeitung von Eindeckrahmen und Anschluss vor allem die Verglasung.

Entscheidend ist hierbei der Wärmedurchgangskoeffizient, auch bekannt als Uw-Wert. Dieser beschreibt den gesamten Wärmeverlust eines Fensters.

Je niedriger der Uw-Wert ist, desto besser ist die Wärmedämmung.

Moderne Dachfenster sind in der Regel mit Zweifach- oder Dreifach-Verglasung ausgestattet, um eine hohe Energieeffizienz zu erreichen.

Für besonders energieeffiziente Gebäude, wie Passivhäuser, wird meist eine Dreifach-Verglasung eingesetzt.

Eine gute Dämmung sorgt nicht nur für geringeren Energieverbrauch, sondern auch für ein angenehmes Raumklima.

So bleibt die Wärme im Winter im Raum und die Temperatur lässt sich insgesamt besser regulieren.

Material

Nahaufnahme eines Dachfensters mit Holzrahmen
© VELUX

Ein Dachfenster kann aus verschiedenen Materialien gefertigt sein. Dabei wird das Material abhängig von Einsatzzweck und betroffenem Bauteil ausgewählt.

Es gilt das passende Material für folgende Bauteile auszuwählen:

  • Rahmen und Flügel des Fensters
  • Außenabdeckung
  • Verglasung

Bei Rahmen und Flügel sind die beliebtesten Materialien Holz oder Kunststoff.

Je nach Bauweise des Hauses, Eindeckung des Daches und gewünschtem Wohnstil kann das Fenster entweder aus Holz oder aus Kunststoff gewählt werden.

Holz bietet einen natürlichen und warmen Effekt, ist jedoch pflegeaufwändiger und weniger geeignet für feuchte Räume.

Kunststoff ist pflegeleicht und kann auch in Feuchträumen wie dem Badezimmer problemlos eingesetzt werden. Zudem gibt es eine große Auswahl an Farbvarianten – auch mit Holzdekor.

Für die Außenabdeckung wird ein wetterunempfindliches Material benötigt, das sich optisch an das Dach anpasst.

Häufig wird hier Aluminium verwendet. Alternativ sind auch Kupfer oder Titanzink möglich. Diese Materialien sind langlebig und in verschiedenen Farbvarianten erhältlich.

Ein zentrales Element des Dachfensters ist die Verglasung.

Hier gibt es Unterschiede bei Sicherheitsmerkmalen, Reinigungseigenschaften und speziellen Funktionen wie einer Anti-Tau-Beschichtung.

Kunststoff bei Dachfenstern

Nahaufnahme von einem weißen Kunststoff-Fensterrahmen
© VELUX

Bis vor einigen Jahrzehnten waren Dachfenster nur mit einem Rahmen aus Holz erhältlich – heute ist jedoch Kunststoff häufig die erste Wahl.

Bei Dachfenstern sind Kunststoff-Fenster in zwei unterschiedlichen Konstruktionsvarianten erhältlich:

  • Rahmen aus Hohlkammerprofilen mit Verstärkungen
  • Rahmen mit Holzkern und Kunststoff-Ummantelung

Neben den vielfältigen Varianten bieten Kunststoff-Fenster weitere Vorteile:

  • Durch die unempfindliche Oberfläche und Witterungsbeständigkeit sind sie sehr langlebig und behalten langfristig ihr Erscheinungsbild.
  • Sie sind leicht zu reinigen – meist genügt warmes Wasser.
  • Ideal für Räume mit hoher Luftfeuchtigkeit wie Badezimmer, Küche oder Schlafzimmer.

Die klassische Variante ist der weiße Kunststoff-Rahmen, jedoch sind je nach Hersteller auch zahlreiche Farb- und Dekorvarianten erhältlich.

Besonders moderne Holz-Dekore bieten eine attraktive Alternative und passen gut zu aktuellen Einrichtungsstilen.

Holz-Dekor bei Kunststoff-Fenstern

Ein Holz-Dekor bei Dachfenstern aus Kunststoff wird durch das Aufbringen einer in Holzstruktur geprägten Dekorfolie erzielt.

Diese wird mit mehreren Lagen von Zwei-Komponenten-Lack versiegelt, wodurch das Holz-Dekor die gleiche Festigkeit wie ein normales Kunststoff-Dachfenster erhält.

So findet jeder Bauherr den passenden Farbton für die eigene Inneneinrichtung:

Die Farbpalette reicht von klassischer Kiefer über Eiche bis hin zu auffälligen Farbtönen wie Mahagoni und Nussbaum.