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Wiki-Topic: Grundlagen & Begriffe

Kniestocktüre

Beispiel einer Kniestocktür, hinter welcher Bobbycars gelagert werden
Kniestocktüren machen den Dachboden zum Stauraum.Foto: © Wellhöfer

Unter einer Dachschräge lässt sich je nach Dachkonstruktion zusätzlicher Raum sinnvoll nutzen. Ausgehend vom Kniestock kann eine Trockenbauwand eingebaut werden, wodurch zwischen Außenwand und Innenwand ein sogenannter Drempel entsteht, der häufig als Stauraum genutzt wird.

Eine Kniestocktüre ermöglicht den komfortablen Zugang zu diesem Bereich. Sie kann jedoch auch im Bereich unterhalb einer Treppe eingesetzt werden, um ungenutzten Raum zugänglich zu machen.

Was ist ein Kniestock?
Als Kniestock bezeichnet man die über die Rohdecke des Dachgeschosses hinaus gemauerte Außenwand an der Traufseite eines Gebäudes. Auf dieser Wand liegt die Dachkonstruktion auf. Je höher der Kniestock ist, desto mehr nutzbare Fläche entsteht unter der Dachschräge.

Welche Vorteile bietet eine Kniestocktüre?

  • Schaffung zusätzlicher Stauraumflächen
  • Sinnvolle Nutzung bislang ungenutzter Bereiche
  • Reduzierung von Kältebrücken bei unbeheizten Drempeln
  • Verdeckung von Installationen bei gleichzeitigem Zugriff im Bedarfsfall
  • Erfüllung baulicher Anforderungen, zum Beispiel im Brandschutz

Wie erfolgt der Einbau?
Die Montage einer Kniestocktüre erfolgt in mehreren Schritten: Zunächst wird das passende Maß bestimmt, anschließend wird die Öffnung hergestellt und die Türe fachgerecht eingesetzt. Dabei sind sowohl Standardgrößen als auch individuelle Anfertigungen möglich, um eine optimale Anpassung an die bauliche Situation zu gewährleisten.

Steiggeländer

zusätzliches Steiggeländer© Wellhöfer

Ein zusätzliches Steiggeländer ist ein Geländer, das bei Treppen eingesetzt wird, die serienmäßig kein eigenes Geländer besitzen. Dies ist insbesondere bei Mittelholmtreppen und Raumspartreppen der Fall.

Es dient als optionales Element und erleichtert besonders Kindern und Senioren den Aufstieg. Im Gegensatz zu einem tragenden Geländer ist das Steiggeländer jedoch kein statischer Bestandteil der Treppenkonstruktion, sondern wird lediglich nachträglich montiert und in der Regel nicht im Boden verankert.

Steiggeländer sind in verschiedenen Ausführungen erhältlich, wobei die gängigsten Materialien Metall und Holz sind.

Brüstungsgeländer / Lukenschutzgeländer

Bodentreppe mit Schutzgeländer
Schutzgeländer© Wellhöfer

Ein Lukenschutzgeländer (auch Schutzgeländer genannt) befindet sich im Bereich einer Bodentreppe auf dem Dachboden.

Es sichert die Bodenöffnung meist von mehreren Seiten ab und schützt zuverlässig vor Abstürzen beim Betreten des Dachbodens.

Lukenschutzgeländer sind in vielen Fällen baurechtlich vorgeschrieben und erhöhen die Sicherheit im Bereich der Deckenöffnung deutlich.

Beim Kauf einer Bodentreppe sollte daher stets auf ein passendes Lukenschutzgeländer geachtet werden.

Brüstungsgeländer

Das Brüstungsgeländer dient als Absturzsicherung an offenen Brüstungen und verhindert das Herunterfallen in tieferliegende Bereiche.

Gleichzeitig übernimmt es auch eine gestalterische Funktion und sorgt für einen harmonischen Übergang zwischen Treppe und Geschoss.

Der Stil des Brüstungsgeländers sollte zur Treppe passen, wobei Materialien wie Holz, Edelstahl oder kombinierte Ausführungen möglich sind.

Die Ausführung von Geländern wird durch Unfallverhütungsvorschriften (UVV), DIN-Normen und Landesbauordnungen geregelt.

Grundsätzlich sind Geländer überall dort erforderlich, wo begehbare Flächen an mehr als 50 cm tieferliegende Bereiche angrenzen.

Für eine sichere Planung empfiehlt sich die Beratung durch einen BAUWIKI-Fachbetrieb vor Ort. Über den Bauvorhaben-Konfigurator finden Sie passende Ansprechpartner in Ihrer Nähe.

Kinderschutzleisten

Kinderschutzleisten, auch als Kindersicherungsleisten bezeichnet, dienen der zusätzlichen Absicherung von Treppen, wenn Kinder im Haushalt leben. Sie werden bei Treppen mit Untersicht an der Stufenkante angebracht und reduzieren so die Öffnungen zwischen den einzelnen Stufen.

Nach baulichen Vorgaben soll der Abstand zwischen zwei Stufen eine bestimmte Größe nicht überschreiten, um das Durchrutschen oder Hindurchfallen zu verhindern.

Wie sehen Kinderschutzleisten aus?
Kinderschutzleisten werden in der Regel aus dem gleichen Material wie die Treppe gefertigt, etwa Holz, Metall oder Glas. Optisch wirken sie wie eine ergänzende, senkrechte Erweiterung der Stufe und reduzieren die Öffnung zwischen den Trittstufen deutlich.

In der Praxis bieten sie vor allem für kleinere Kinder, die gerade das Treppensteigen lernen, eine zusätzliche Sicherheit. Dennoch ersetzen sie keine vollständige Aufsicht, da Kinder sich trotz reduzierter Öffnungen einklemmen können.

Zusätzlich werden häufig ergänzende Treppenschutzgitter empfohlen, um den Sicherheitsbereich weiter zu erhöhen.

Bei Fragen zur Nachrüstung oder Planung unterstützen BAUWIKI-Fachbetriebe vor Ort.

Innentreppen und Außentreppen – Unterschiede und Vorschriften

Außentreppen und Innentreppen unterscheiden sich in erster Linie durch ihre Lage: Während Außentreppen im Außenbereich eines Gebäudes liegen, befinden sich Innentreppen innerhalb von Gebäuden.

Aufgrund der unterschiedlichen Witterungseinflüsse gelten für beide Treppenarten unterschiedliche Anforderungen und Empfehlungen.

Bei Innentreppen ist die Materialwahl grundsätzlich flexibel, solange die Konstruktion den Belastungen standhält. Häufig kommen dabei Materialien wie Holz, Metall oder Glas zum Einsatz.

Außentreppen hingegen sind dauerhaft der Witterung ausgesetzt. Dazu zählen sowohl öffentliche Treppen als auch Außentreppen an Gebäuden, etwa Not- oder Feuertreppen sowie Dach- und Kaminkehrertreppen.

Für diesen Einsatzbereich eignen sich besonders robuste Materialien wie Metall, Stein oder Beton, da sie langlebig und witterungsbeständig sind. Zusätzlich spielt die Rutschfestigkeit eine wichtige Rolle, insbesondere bei Regen oder Schnee. Auch eine geeignete Entwässerung sowie eine angepasste Stufenneigung helfen, Glätte zu vermeiden.

Im Vergleich zu Innentreppen weisen Außentreppen meist eine geringere Steigung auf, um die Sicherheit bei wechselnden Wetterbedingungen zu erhöhen.

Sicherheitsgitter

Kleinkinder haben einen ausgeprägten Entdeckerdrang, weshalb Treppen für sie besonders interessant sind. Gleichzeitig bergen sie jedoch ein erhöhtes Unfallrisiko. Ergänzend zu Kinderschutzleisten, Setzstufen und Brüstungsgeländern kann daher ein Treppenschutzgitter eingesetzt werden.

Treppenschutzgitter werden am oberen Treppenabsatz eingesetzt, um Stürze nach unten zu verhindern, und am unteren Ende, um das unbeaufsichtigte Hochklettern zu vermeiden. Sie dienen dazu, den Zugang zur Treppe zu kontrollieren und erhöhen die Sicherheit im Alltag. Zusätzlich können sie auch genutzt werden, um bestimmte Bereiche der Wohnung für Kinder oder Haustiere abzugrenzen.

Wie sieht ein Kinderschutzgitter aus?
Ein Kinderschutzgitter besteht in der Regel aus einem stabilen Rahmen mit einer Füllung aus senkrechten Stäben. Die Montage erfolgt entweder durch Verschrauben oder durch Klemmsysteme. Wichtig ist eine sichere Befestigung sowie regelmäßige Kontrolle der Stabilität.

Wie wird das Kinderschutzgitter geöffnet?
Das Gitter verfügt über eine Verriegelung, die von Erwachsenen leicht bedient werden kann, für Kinder jedoch nicht zu öffnen ist.

Gibt es auch fest installierte Varianten?
Ja, einige Treppenschutzgitter sind dauerhaft montiert und nicht zum Öffnen vorgesehen. Diese müssen bei Bedarf demontiert werden, um den Durchgang freizugeben.

Bei Fragen zu geeigneten Treppenschutzgittern kann ein BAUWIKI-Fachbetrieb vor Ort beraten. Über den Bauvorhaben-Konfigurator lassen sich passende Ansprechpartner finden.