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Wiki-Topic: Abmessungen & Einbau

Spezialmaße bei Spindel- und Wendeltreppen

Unterschied rechts- und linksgewendelte Spindeltreppen
Wendung von Spindeltreppen© Dolle

Wendeltreppen und insbesondere Spindeltreppen benötigen in der Regel deutlich weniger Platz als gerade Treppen.

Der erforderliche Raum ergibt sich dabei aus dem Durchmesser, der die Ausladung bestimmt.

Dieser setzt sich aus der doppelten Laufbreite, möglichen Geländern sowie dem Durchmesser der Spindel bzw. des Treppenauges zusammen.

Damit eine Spindel- oder Wendeltreppe komfortabel begehbar bleibt, sollte der Drehwinkel der Stufen nicht zu steil gewählt werden.

Als Richtwert gilt, dass die Stufe im mittleren Bereich mindestens etwa 20 cm Trittfläche aufweisen sollte.

Spindeltreppen werden entweder über Einlegeringe auf die gewünschte Geschosshöhe angepasst oder individuell auf Maß gefertigt.

Der Drehwinkel bestimmt dabei die Wendelung der Treppe und beeinflusst, ob Antritts- und Austrittsstufe versetzt oder übereinander liegen.

Die Wendelrichtung beschreibt, in welche Richtung die Treppe begangen wird:

Bei einer rechtsgewendelten Spindeltreppe erfolgt der Aufstieg im Uhrzeigersinn, wobei die rechte Hand beim Gehen in Richtung Spindel zeigt.

Bei einer linksgewendelten Spindeltreppe verläuft der Aufstieg gegen den Uhrzeigersinn, entsprechend zeigt die linke Hand zur Spindel.

Spindeltreppen können sowohl in runde als auch in eckige Deckenöffnungen integriert werden.

Wichtig ist dabei die passende Ausführung des Podests, da nicht jede Variante bauseits angepasst werden kann.

Für die Planung sind insbesondere Durchmesser der Treppe, Deckenöffnung und Brüstungsgeländer zu berücksichtigen.

Zudem müssen bauliche Gegebenheiten wie Türen, Fensteranschläge, Heizkörper oder Mauernischen in die Planung einbezogen werden.

Auch die Stehhöhe unter Dachschrägen im Bereich von Podesten ist zu beachten.

Bei Unsicherheiten empfiehlt sich die Abstimmung mit einem BAUWIKI-Fachbetrieb vor Ort.

Flächenbedarf einer Bodentreppe

Skizze der Maße für Bodentreppen
Maße für Bodentreppen© Dolle

Eine Bodentreppe ist im Normalfall sicher in einer Deckelöffnung verstaut und wird nur bei Bedarf heruntergeklappt, um den Dachboden zu erreichen.

Für die Planung sind dabei einige wichtige Maße entscheidend, damit sowohl der Raum darunter als auch darüber sinnvoll genutzt werden kann.

  • Schwenkbereich: Dieser beschreibt den Platzbedarf der ausgeklappten Treppe. Da Bodentreppen meist in einem Winkel von etwa 75° stehen, benötigt sie deutlich mehr Raum als die reine Deckenöffnung vermuten lässt. Möbel und Wände sollten daher nicht zu nah an der Öffnung platziert werden.
  • Schwenkraum: Bei zweiteiligen Modellen wird zusätzlich Platz auf dem Dachboden benötigt, da das untere Leiterteil beim Öffnen über das obere geschoben wird und in den Dachraum ausschwenkt.
  • Ausklappmaß: Dieses Maß beschreibt den Platz, der zum sicheren Ein- und Ausklappen der Treppe erforderlich ist. Es ist in der Regel größer als der eigentliche Lukenkasten.
  • Rohbaumaß: Hierbei handelt es sich um die Größe der Deckenöffnung in Länge und Breite.
  • Kastenmaße: Die Bodentreppe wird in einem Lukenkasten verstaut. Dabei wird zwischen Innen- und Außenmaß unterschieden. Das Innenmaß bestimmt den Platz für die eingeklappte Treppe, während das Außenmaß die Mindestgröße der Deckenöffnung vorgibt. Je nach System kann zusätzlich eine Montagefuge berücksichtigt werden. Sonderanfertigungen sind ebenfalls möglich.

Wenn bei diesen Maßen Unsicherheiten bestehen, empfiehlt sich die Beratung durch einen BAUWIKI-Fachbetrieb in der Nähe.

Grundmaße der Treppe

Grundmaße© Dolle

Wenn Sie eine neue Treppe suchen, spielen sowohl Ihr persönlicher Geschmack als auch die räumlichen Gegebenheiten eine wichtige Rolle.

Nicht jede Treppe benötigt gleich viel Platz, daher ist es sinnvoll, sich vorab mit den wichtigsten Treppenmaßen vertraut zu machen.

Diese dienen zunächst als Orientierung. Bei Unsicherheiten hilft Ihnen ein BAUWIKI-Fachhändler oder Handwerker vor Ort weiter. Passende Ansprechpartner finden Sie über den Bauvorhaben-Konfigurator.

Platzbedarf einer Treppe: Ausladung, Breite und Tiefe

Grundlegend ist entscheidend, wie viel Platz im Treppenhaus zur Verfügung steht und welche gesetzlichen Mindestanforderungen eingehalten werden müssen.

Jede Treppe besitzt einen individuellen Grundriss, der den benötigten Raum im Gebäude bestimmt.

Wichtig ist dabei, dass vor der ersten Stufe ausreichend Bewegungsfläche vorhanden ist, um die Treppe sicher nutzen zu können.

Die Ausladung beschreibt den Raum, den eine Treppe von der Wand bis zum äußersten Punkt im Raum einnimmt.

Je nach Treppenform verändert sich dieser Wert, beispielsweise durch unterschiedliche Neigungswinkel oder gewendelte Verläufe.

Der Bereich unterhalb der Treppe kann zwar häufig als Abstellfläche genutzt werden, steht jedoch nicht mehr vollständig als Wohnraum zur Verfügung.

Je nach Bauform unterscheiden sich die Treppenarten hinsichtlich ihres Platzbedarfs:

  • Gerade Treppen: benötigen viel Raum, wirken dafür sehr klar und können architektonisch ein starkes Gestaltungselement sein.
  • Viertelgewendelte Treppen: der Verlauf wird am Anfang oder Ende um 90 Grad gedreht, wodurch der Platzbedarf reduziert wird.
  • Halbgewendelte Treppen: besonders häufig im Einfamilienhaus, da sie kompakt sind und eine effiziente Raumnutzung ermöglichen.
  • Spindeltreppen: sehr platzsparend, da sie sich um eine zentrale Achse drehen.
  • Großzügige Treppenformen: U-förmige oder mit Podesten versehene Varianten, die mehr Raum benötigen, dafür aber besonders hochwertig wirken.

Raummaße einer Treppe

Skizze eines Raumes mit den benötigten Maßen
Optimale Raummaße© Dolle

Eine Treppe benötigt nicht nur im unteren Geschoss Platz, sondern muss auch im oberen Geschoss sicher anschließen können.

Daher ist eine passende Deckenöffnung für die Treppe oder das Treppenhaus einzuplanen.

Für die korrekte Planung der Maße ist es grundsätzlich empfehlenswert, einen Fachmann hinzuzuziehen, damit die Treppe später exakt ins Treppenhaus passt.

Über den Bauvorhaben-Konfigurator finden Sie passende BAUWIKI-Fachbetriebe in Ihrer Nähe.

Wichtige Maße für die Treppenplanung

Die Geschosshöhe (A) bezeichnet den Höhenunterschied zwischen Oberkante Fertigfußboden des unteren und des oberen Geschosses.

Bereits im Rohbau sollte berücksichtigt werden, dass spätere Bodenaufbauten die endgültige Höhe beeinflussen.

Wird nur das Rohbaumaß berücksichtigt, kann die Treppe später durch zusätzliche Bodenbeläge zu lang ausfallen.

Die lichte Raumhöhe beschreibt den Abstand vom fertigen Fußboden bis zur Unterkante der Decke.

Die Deckenstärke umfasst zusätzlich die Dicke der Decke inklusive aller Bodenaufbauten und ist für die Gesamtplanung relevant.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Größe der Deckenöffnung (B).

Ist diese zu klein bemessen, kann es zu Einschränkungen beim Begehen oder bei der Montage der Treppe kommen.

Die erforderliche Größe ergibt sich aus dem Neigungswinkel der Treppe sowie der lichten Raumhöhe.

Als Faustregel gilt, dass über jeder Treppenstufe mindestens 2 Meter Kopffreiheit vorhanden sein sollten.

Bei Unsicherheiten bei der Planung unterstützt Sie ein BAUWIKI-Fachbetrieb oder ein regionaler Handwerksbetrieb gerne weiter.

Welche Maße und Begriffe gibt es bei Treppenstufen?

Skizzen, wie sich die Stufenmaße ergeben
Stufenmaße© Dolle

Vom Podest oder von der unteren Geschossdecke aus gesehen bezeichnet man die erste untere Stufe einer Treppe als Antrittstufe. Die letzte obere Stufe heißt entsprechend Austrittstufe.

Die Stufentiefe beschreibt die gesamte Tiefe einer Stufe.

Der Stufenauftritt bezeichnet ebenfalls die Tiefe der Stufe, berücksichtigt jedoch die mögliche Überlappung durch die darüberliegende Stufe (Unterschneidung).

Stufentiefe = Stufenauftritt + Unterschneidung

Die Stufenbreite beschreibt die gesamte Breite einer Stufe und ist nicht gleichzusetzen mit der nutzbaren Treppenlaufbreite.

Die nutzbare Treppenlaufbreite ergibt sich aus der Stufenbreite abzüglich konstruktiver Elemente wie beispielsweise Geländer.

Stufenstärke

Die Stufenstärke gibt die Materialhöhe bzw. Dicke der Stufe an.

Steigung und Steigungsverhältnis

Der Komfort einer Treppe hängt maßgeblich davon ab, wie angenehm die einzelnen Stufen zu begehen sind.

Unstimmigkeiten im sogenannten Schrittmaß führen häufig dazu, dass Treppen als unbequem empfunden werden.

Für eine sichere und komfortable Nutzung muss das Verhältnis zwischen Auftrittstiefe und Steigungshöhe ausgewogen sein.

Die Steigungshöhe beschreibt den vertikalen Abstand von Oberkante einer Stufe bis zur Oberkante der nächsten Stufe.

Als Orientierung dient die Schrittmaßregel:

Schrittmaß = Schrittlänge + 2 × Steigungshöhe

Je nach Treppenneigung wird eine Schrittlänge von etwa 59 cm bis 65 cm angesetzt.

Bei typischen Treppen mit rund 30 % Steigung ergibt sich ein Richtwert von ca. 63 cm Schrittlänge.

Ein häufig empfohlenes Verhältnis ist dabei eine Auftrittstiefe von etwa 29 cm bei einer Steigungshöhe von rund 17 cm.

Grundsätzlich gilt: steilere Treppen haben kleinere Auftritte, während flachere Treppen größere Auftrittsflächen und geringere Steigungen besitzen.

Für ältere oder weniger mobile Personen sind flachere Treppen mit geringerer Steigung oft besser geeignet.

Bei Fragen zu den Begrifflichkeiten oder zur Planung hilft Ihnen ein BAUWIKI-Fachbetrieb gerne weiter. Über den Bauvorhaben-Konfigurator finden Sie passende Ansprechpartner in Ihrer Nähe.

Abmessungen einer Treppe

Beschrifteter Querschnitt einer Treppe
Stufenmaße

Design und Art der Treppe sind für viele Bauherren ein entscheidender Faktor beim Treppenkauf.

Gleichzeitig spielen jedoch auch wichtige Maße und gesetzliche Vorgaben eine zentrale Rolle.

Um regionale Unterschiede in der Bezeichnung zu klären und mögliche Missverständnisse zu vermeiden, werden im Folgenden zentrale Begriffe erläutert.

Dazu gehören unter anderem Antritt, Austritt, Handlauf, Geländerfüllung, Trittmaß sowie die nutzbare Treppenlaufbreite.