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Wiki-Topic: Funktionen & Komfort

Tore

Illustration von verschiedenen Torformen
Rechteckige, abgeschrägte, Segment- und Rundbogentore© Hörmann KG

Haben Öffnungen größere Dimensionen, werden sie nicht mit Türen geschlossen, sondern mit Toren. Ein klassischer Einsatzbereich von Toren sind Garagenöffnungen. Für jede Form der Garagenöffnung, ob rechteckig, abgeschrägt, mit Segment- oder Rundbogen, gibt es das passende Tor. Garagen schützen Fahrzeuge vor Wettereinflüssen, Vandalismus und Diebstahl, sofern ihre Öffnung sicher geschlossen werden kann. Durchgesetzt haben sich Stahltore.

Ein Garagentor besteht zum einen aus der Zarge, d.h. einem Stahlrahmen, der mit der Garagenwand verbunden ist, in dem sich das Tor bewegt; zum anderen aus dem Torblatt, dem beweglichen Teil des Tores, der die Garagenöffnung verschließt und bei Bedarf wieder öffnet. Je nach Konstruktionsweise unterscheidet man Flügeltore, Schwingtore, Sektionaltore, Seitensektionaltore und Rolltore.

Garagentore können mit einem elektrischen Antrieb ausgestattet werden; das erhöht den Komfort, denn das Tor wird über eine Fernbedienung (Handsender) geöffnet oder geschlossen, ohne dass man das Fahrzeug verlassen muss. Darüberhinaus gibt es auch Tore, die bestimmte Funktionen erfüllen, wie z.B. Wasserschutztore oder Brandschutztore.

Hochwasserbeständige Tore

Hochwasser und Überschwemmungen sind ein immer größeres Problem in vielen Gegenden Deutschlands. Gerade in hochwassergefährdeten Regionen, beispielsweise in Sachsen, Thüringen, Bayern und Norddeutschland, ist der Einbau eines Hochwasser-Schutztores an der Garage sinnvoll: Diese speziellen Modelle halten die Garage bis zu einem Wasserstand von 1,6 Metern beständig. Bei stärkerem Hochwasser bieten die hochwasserbeständigen Tore deutlich besseren Schutz als gewöhnliche Garagentore.

Durch ein spezielles Dichtungssystem, das die Einbauöffnung des Garagentores sicher verschließt, kann kaum Wasser durch die Ritzen in die Garage gelangen. Zudem wird beim Einbau eines Hochwasserschutztores auf eine Abdichtung zum Mauerwerk hin geachtet, damit das Hochwasser nur schwer durch die Garagenwände ins Haus gelangt.

In Sachen Optik stehen die speziellen Hochwasserschutztore einem gewöhnlichen Schwingtor in nichts nach: Die wasserdichten Tore sind in verschiedenen Farben und mit verschiedenen Oberflächen erhältlich, sodass zu jeder Fassade das passende Tor zur Verfügung steht. Auch verschiedene Einbaubreiten und Einbauhöhen sind erhältlich.

Bei der Auswahl von Hochwasserschutztoren empfiehlt es sich besonders, auf ein TÜV-Siegel und die Zertifizierung durch den Europaverband Hochwasserschutz e.V. zu achten. So können Sie sicher sein, dass das Garagentor in jedem Fall Hochwassserbeständig ist.

FAQ – Die häufigsten Fragen bei der Renovierung von Garagentoren

Wann sollte über eine Renovierung von Garagentoren nachgedacht werden?

Durch Witterungseinflüsse und die tägliche Benutzung verschleißt trotz der hochwertigen Komponenten auch Ihr Garagentor. Wenn es nicht gewartet und gepflegt wird kann es quietschen, klemmen oder nicht mehr richtig öffnen. Dann sollte man spätestens über den Tausch einer Anlage nachdenken. Aber auch andere Aspekte sollte man berücksichtigen:

  • Ein neues Garagentor in einer anderen Farbe oder Design gibt dem Haus eine ganz andere optische Wirkung.
  • Beim Wechsel auf ein Sektionaltor haben Sie konstruktionsbedingt mehr Platz in Ihrer Garage und können Sie bequemer befahren. Das Sektionaltor nutzt eine andere Technik und stellt Ihnen mehr Breite und Höhe zur Verfügung. Dies ist besonders vorteilhaft bei heutigen Fahrzeugen, da Sie oftmals deutlich länger und höher als vor einigen Jahrzehnten sind.
  • Durch den Einsatz von moderner Technik läuft Ihr Garagentor leiser oder wenn Sie es jetzt mit einem elektrischen Antrieb mit Fernbedienung ausstatten noch komfortabler.
  • Auch ist das Thema Einbruchhemmung zu nennen, da neue Garagentore auch unterschiedlichste Techniken anbieten, um ungebetenen Gästen das Leben schwer zu machen.

Kann ich jedes Garagentor austauschen?

Die meisten alten Tore können problemlos gegen ein neues Tor ersetzt werden. Auch wenn Garagentore keiner DIN-Norm unterliegen haben sich in den letzten Jahren zwei Maße (Breite x Höhe), 2375 x 2125 mm sowie 2500 x 2125 mm, als Vorzugsgrößen durchgesetzt.

Garagentore mit diesen Maßen sind bei den meisten Händlern vorrätig oder kurzfristig lieferbar.

Sollte ihr vorhandenes Tor ein anderes Maß aufweisen, so gibt es auch noch preislich interessante Renovierungsgrößen. Wenn diese nicht passen sollten, kann man in der Regel ebenfalls auch ein Garagentor im Sondermaß anfertigen lassen.

Kann jede Art von Tor eingebaut werden?

Hier ist es wichtig sich mit den technischen Möglichkeiten der Torkonstruktionen zu beschäftigen. Mit Schwing-, Sektional- und Rolltor können unterschiedliche Größen realisiert werden.

Bei einer Einzel-Garage ist es meist egal, ob bislang ein Schwingtor oder ein Sektionaltor eingebaut war – bei der Renovierung sind beinahe alle Formate umsetzbar.

Bei einer breiten Doppelgarage bzw. wenn die Garage sehr hoch ist, sieht es anders aus. Hier bieten sich konstruktionsbedingt Sektional- oder Rolltore an. Anhand der Öffnungsmaße wird geprüft, welche Torart möglich ist.

Ist ohne Strom in der Garage ein Tor mit elektrischem Antrieb möglich?

Viele ältere Garagen, vor allem solche, die nicht direkt an das Haus angrenzen, verfügen oft über keinen Stromanschluss.

Soll bei der Renovierung dennoch auf den Komfort eines elektrischen Garagentores nicht verzichtet werden so gibt es auch hier eine Lösung. Einige Hersteller bieten ein Solarmodul an, das an oder auf der Garage angebracht wird. Auch gibt es die Möglichkeit sog. Akku-Packs zu nutzen.

So wird das Tor mit der nötigen Energie versorgt und kann bequem über eine Codetaster oder Handsender komfortabel geöffnet bzw. geschlossen werden.

Wie lange dauert die Renovierung eines Garagentores?

Die meisten Fachhändler sind auf die Renovierung von bestehenden Garagentoren genau so spezialisiert wie auf den Einbau neuer Anlagen. In der Regel dauert es einen halben Tag, um aus Alt Neu zu machen. Den genauen Ablauf stimmen Sie mit Ihrem Fachhändler im Detail ab.

Kann man durch ein neues Garagentor auch Energie sparen?

Ja! Alte Garagentore (besonders Schwingtore) verfügen im Regelfall nicht bzw. über eine geringe Wärmedämmung. Neue Anlagen verfügen heutzutage schon teilweise werkseitig über eine gute Wärmedämmung. Wenn Ihre Garage z.B. an Ihrem Haus angrenzt, sparen Sie dadurch kostbare Energie. Auch wenn Sie Ihre Garage manchmal als Werkstatt nutzen haben Sie es es dann wärmer.

Besteht ein Verletzungsrisiko bei elektrischen Torantrieben?

Moderne Garagentor-Antriebe verfügen in der Regel über intelligente Abschaltautomatiken.

Diese verhindern Verletzungen von Menschen oder Beschädigungen an Fahrzeugen. Mikroprozessoren am Motor berechnen und überwachen den Kraftaufwand, der bei dem Schließvorgang des Tores aufgewendet werden muss.

Ändert sich dieser, so wird der Schließvorgang gestoppt und das Tor wird wieder hochgefahren. Zudem können Sensoren, wie z.B. eine Lichtschranke dafür sorgen, dass ein Tor erst gar nicht geschlossen wird, wenn Personen oder Fahrzeuge den Lichtstrahl unterbrechen.

Was tun bei einem Federbruch?

Kommt ein Schwingtor in die Jahre so kann es passieren, dass die Zugfedern brechen. Ist das Garagentor geschlossen, so stehen die Federn unter permanenter Spannung – ein Verschleiß ist somit unabwendbar.

Die meisten Brüche entstehen an den beiden halbrunden Haken an den Enden der Feder. Wenn eine Feder gebrochen ist, sollte man es vermeiden das Tor zu öffnen oder zu schließen; vor allem dann nicht, wenn es sich um ein elektrisch betriebenes Schwingtor handelt.

Wenn ein Federbruch eingetreten ist, muss der Motor die Hauptarbeit übernehmen, häufig überlastet dies den Antrieb, sodass ein Defekt auftreten kann.

Damit das Tor wieder ordnungsgemäß und sicher funktioniert, muss geprüft werden, ob die Federn ausgetauscht werden können. Es müssen immer beide Federn getauscht werden, um unterschiedliche Spannungen und ein Verziehen des Tores zu vermeiden.

Rolltor

Nahaufnahme eines Rolltor-Mechanismus
Industrie Rolltor© Teckentrup GmbH

Das Konstruktionsprinzip eines Garagen-Rolltors entspricht dem eines Fensterrollladens. Das Tor wickelt sich über dem Torsturz auf.

Das Rolltor wird entweder per Hand oder mithilfe eines elektrischen Antriebs betätigt. Werden Rolltore elektrisch betrieben, haben Sie eine Totmannschaltung, d.h. das Tor läuft nur solange der Druckknopftaster (oder Schlüsseltaster) von einer Person in eine bestimmte Richtung festgehalten wird.

Es gibt auch Rolltore, die per Impuls (Auf-Halt-Zu) betrieben werden können. Bei der Impulssteuerung öffnet sich das Tor nach Betätigung des Drucktasters ‚Tor auf‘ vollständig und schließt sich nach Betätigung des Drucktasters ‚Tor zu‘ wieder vollständig. (Nur in Verbindung mit einer Schließkantensicherung)

Das Rolltor benötigt aufgrund seiner Funktionsweise mehr Höhe als eine normale Garage bietet; deshalb kommt es in Standardgaragen nicht zum Einsatz. Ein weiterer Unterschied: Rolltore werden speziell dann verwendet, wenn das Tor häufig offenstehen soll, während ein gewöhnliches Garagentor die meiste Zeit geschlossen ist. Deshalb werden Rolltor eher im Industriebereich verwendet und weniger im privaten.

Mechanische Aufschiebesicherung

Nahaufnahme einer Aufschiebesicherung
Aufschiebesicherung© Hörmann

Einen hohen Widerstand gegen Einbruchversuche haben Garagentore, wenn Sie über eine mechanische Aufschiebesicherung verfügen.

Versucht jemand, das Tor gewaltsam zu öffnen, senkt sich ein Dorn in die Antriebsschiene und blockiert die Antriebskette, sodass das Tor nicht aufgeschoben werden kann.

Solarantrieb

Gerätschaften eines Solarantriebs
Solarantrieb© Novoferm GmbH

Verfügt eine Garage nicht über einen Haus-Netzanschluss, kann das Tor mit einem speziellen Garagentorantrieb mit Akku-Betrieb automatisch geöffnet werden. Dieser Garagentorantrieb wird auch Solarantrieb genannt.

Er bezieht seine Energie aus einem Akku in der Garage, der über einen Sonnenkollektor auf dem Garagendach geladen wird. Alternativ kann der Akku über eine Steckverbindung vom Antrieb gelöst werden. Der Akku kann dann bei Bedarf im Haus mit einem Ladegerät über Netzanschluss aufgeladen werden.

Antriebe sind in der Regel mit einer Beleuchtung ausgestattet, die die Garage ausleuchtet, wenn der Antrieb in Betrieb genommen wird und sich nach einer gewissen (einstellbaren) Zeit abschaltet.

Beleuchtung für die Garage

Foto vom Kontrast einer unbeleuchteten und ausgeleuchteten Garage
Die LED-Stripes mit Magnetstreifenbefestigung sind über einen Bewegungsmelder gesteuert. Dadurch ist das Licht genau dann an, wenn es gebraucht wird – komfortabel und energieeffizient.© Teckentrup

Für die Garage gibt es zusätzliche Beleuchtungsmöglichkeiten. Diese sorgen zum einen für eine bessere Sicht und helfen so beim Verstauen, beim Einparken, beim Heimwerken oder Suchen. Zum anderen wird Ihr Garagentor auch nach Sonnenuntergang ins rechte Licht gerückt – und nebenbei Langfinger ferngehalten.

Es gibt dort unterschiedliche Systeme. Meist sind diese mit LED-Technik ausgestattet, damit das zusätzliche Licht energieeffizient ist. Bei einigen Systemen können sie die zusätzliche Beleuchtung über einen Bewegungsmelder oder Handsender steuern, um dadurch immer zur richtigen Zeit das Licht in Ihrer Garage an zu haben.

Die Installation unterscheidet sich dabei von LED-Stripes mit Magnetstreifen für den Innenbereich, die einfach am Torgestänge befestigt werden und dadurch das Licht sehr gut im Innenraum der Garage verteilen, LED-Beleuchtungskits die in einer U-förmigen Schiene gleichmäßig über die gesamte Torbreite außen verteilt sind und LED-Lichtleisten mit individuell kürzbarem Stecksystem, die je nach Wunsch am Sturz oder an der Torblatt-Unterkante montiert werden können.

Je nach Bedarf bieten die unterschiedlichen Hersteller dort eine Lösung an.

Elektrischer Torantrieb

Garagentorantriebe bieten Ihnen Komfort und Sicherheit©Hörmann

Niemand steigt gerne bei Wind und Wetter oder mitten in der Nacht aus dem Auto, um die Garage zu öffnen. Ein Garagentorantrieb macht das Aussteigen überflüssig und gewährt immer freie Fahrt, denn er öffnet das Garagentor schnell, komfortabel und sicher per Handsender vom Auto aus.

Eine EU-Richtlinie regelt, dass Antriebe nicht nur komfortabel, sondern auch sicher sind: Trifft das Tor auf ein Hindernis (z.B. einen Ball oder ein spielendes Kind), bewirkt eine Abschaltautomatik, dass der Motor stoppt und sofort wieder ein Stück nach oben fährt, sodass niemand von einem sich schließenden Tor eingeklemmt und verletzt werden kann.

Voraussetzung für den Betrieb eines elektrischen Torantriebes ist ein Stromanschluss in der Garage. Elektrische Antriebe werden in der Regel unter der Decke montiert. Nachteil ist, dass die Garage an nutzbarer Höhe verliert; deshalb gibt es auch Antriebe, die an der Garagenwand montiert werden.

Garagentorantriebe werden über Elektromotoren angetrieben. Als Antriebsmittel dienen in der Regel Antriebsketten, Zahnriemen oder Bewegungsschrauben (Spindelantriebe). Das Antriebsmittel bewegt einen Laufwagen (Führungsschlitten), der über ein Metallstück (Tormitnehmer) mit dem Tor verbunden ist. Im Antriebsgehäuse sind Platine, Transformator und Elektromotor untergebracht.

Wird der Antrieb betätigt, dreht der Motor ein Rad oder Ritzel und bewegt den Laufwagen in der Führungsschiene vor oder zurück. Erreicht das Tor seine endgültige Lage (ganz geöffnet oder ganz geschlossen), schalten ein Endschalter oder elektronische Abschaltvorrichtungen den Antrieb ab. Hauptsächlich kommen Gleichstrommotoren zum Einsatz – sie gewährleisten ein sanftes Anfahren und Abbremsen des Garagentores.

Bei einem anderen System ist der Motor im Laufwagen montiert und bewegt sich entlang einer eingleisig gespannten Kette. Die Stromversorgung des Motors erfolgt über die Antriebskette und Laufschiene mit Schleifkontakten, ähnlich wie bei einer Modelleisenbahn.

Der Garagentorantrieb wird über Funk (Handsender), über einen Schlüsseltaster, ein Codeschloss, einen Wandtaster oder über Fingerprint ausgelöst.

Antriebe sind in der Regel mit einer Beleuchtung ausgestattet, die die Garage ausleuchtet, wenn der Antrieb in Betrieb genommen wird und sich nach einer gewissen (einstellbaren) Zeit abschaltet.

Abschaltautomatik

Die Abschaltautomatik ist Teil des Garagentor-Antriebs.

Trifft das Tor beim Öffnen oder Schließen auf ein Hindernis, stellt die Abschaltautomatik sicher, dass es sofort stoppt und wieder ein Stück nach oben fährt.

Die Abschaltautomatik bietet einen sicheren Schutz vor Einklemmen.