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Wiki-Topic: Abmessungen & Einbau

Lichtmaße eines Dachfensters

Diagramm der Lichtmaße in Dachfenstern
Lichtmaße eines Dachfensters© VELUX

Beim Einbau eines Dachfensters sind verschiedene Lichtmaße wichtig:

  • Scheiben-Lichtmaß
    Damit wird der Abstand zwischen den beiden Enden der Fensterscheibe bezeichnet. Die Fläche zwischen den sichtbaren Teilen der Scheibe wird gemessen.
  • Flügel-Lichtmaß (auch Flügelrahmen-Lichtmaß)
    Hiermit wird der Abstand zwischen den Innenkanten des Fensterrahmens bezeichnet. Dieser Wert unterscheidet sich bei den meisten Dachfenster-Rahmen von dem Scheiben-Lichtmaß, da der Rahmen innen leicht schräg verläuft.
  • Innenfutter-Lichtmaß (auch: Innenfutter-Nutmaß)
    Mit dem Innenfutter-Lichtmaß wird der Abstand zwischen den beiden Nuten des Innenfutters, mit denen das Dachfenster in der Dämmung befestigt ist, bezeichnet.
  • Blendrahmen-Lichtmaß
    Das Blendrahmen-Lichtmaß bezeichnet den Abstand zwischen den inneren Kanten des Dachfenster-Innenfutters.

Außenmaße eines Dachfensters

Diagramm der Außenmaße eines Dachfensters
Außenmaße eines Dachfensters© VELUX

Nach dem Einbau sichtbar sind die Außenmaße, die ein Bauherr für die optimale Lichtplanung und die Planung der Inneneinrichtung ebenfalls berücksichtigen sollte.

Besonders wichtig sind hier:

  • Flügelrahmenaußenmaß
    Das Flügelrahmenaußenmaß bezeichnet den Abstand zwischen den äußeren Kanten des Flügelrahmens.
  • Blendrahmenaußenmaß
    Um das Blendrahmenaußenmaß zu bestimmen, nimmt man den Abstand zwischen den beiden außen sichtbaren Abschlüsse des Blendrahmens.
  • Dämmblockaußenmaß
    Das Dämmblockaußenmaß bezeichnet den Abstand zwischen den beiden äußeren Kanten der Dämmung, in die das Dachfenster montiert ist.

Wie lässt sich der Lichteinfall durch mein Dachfenster optimieren?

Lichteinfall über 3 Dachfenster in die Wohnung
© VELUX

Richtig geplante Dachfenster bieten bis zu dreimal mehr Lichteinfall als herkömmliche Fenster. Dazu gilt es aber das Dachfenster genau auf die Dachschräge und Lichtverhältnisse im Dachgeschoss abzustimmen.

  1. Ausrichtung der Fenster
    Natürlich ist es immer vom Grundriss des Dachgeschosses abhängig, zu welcher Himmelsrichtung die Fenster zeigen. Es ist für eine optimale Helligkeitsverteilung jedoch empfehlenswert die Fenster, wenn möglich, in unterschiedliche Himmelsrichtungen zeigen zu lassen.
    Fenster, die nach Osten oder Westen zeigen, sind im Dachgeschoss optimal, da hier einerseits morgens bzw. am Abend lange Sonne in die Wohnung gelangt, andererseits aber keine zu starke Sonneneinstrahlung auf das Fenster trifft und damit die Hitzeentwicklung nicht allzu stark ist. Als Sonnenschutz genügen hier oft schon Plissees. Durch besonders tief sitzende Fenster kann auch bei niedrig stehender Sonne das einfallende Licht optimal aufgefangen werden.
    Bei Fenstern, die nach Süden ausgerichtet sind, ist der Lichteinfall am stärksten und der Raum auch in den dunklen Wintermonaten angenehm hell. Jedoch gilt es hier auch zu beachten: Ein guter Sonnenschutz, beispielsweise durch Rollläden oder eine Hitzeschutzmarkise ist auf der Südseite unerlässlich, damit sich der Raum unter dem Dach im Sommer nicht zu stark aufheizt.
    Fenster zum Norden hin sind nur eingeschränkt zu empfehlen, da hier wenig Sonne hineingelangt. Entweder werden hier kleine Fenster verbaut oder aber, wenn Helligkeit im Raum gewünscht ist, beispielsweise im Arbeitszimmer, bewusst besonders große, um das wenige vorhandene Licht optimal zu nutzen.
  2. Breite der Fenster
    Die Breite der Fenster ist nicht vom Sparrenabstand im Dach abhängig, weshalb hier keine generelle Empfehlung gegeben werden kann. Die DIN-Norm DIN 5034 gibt aber eine Richtlinie zur Summe der Breiten von Dachfenstern an die Hand: Demnach sollen die Breiten aller Dachfenster in einem Raum addiert 55% des Gesamtbreite des Raumes entsprechen.
  3. Länge der Fenster
    Die Länge der Fenster hängt vor allem von der Dachneigung ab: Steilere Fenster benötigen für denselben Lichteinfall kürzere Fenster als Dächer mit einer geringen Dachneigung. Umgekehrt gesprochen: Bei einer geringen Dachneigung sind längere Dachfenster nötig.
  4. Empfohlene Fensterhöhen
    1. Bei Schwingfenstern ist eine Fensterhöhe von ca. 90 cm über dem Boden als Unterkante und 2 Meter über dem Boden als Oberkante zu empfehlen. Bei einer Dachneigung von 52 bis 90° reicht dazu ein 98 cm langes Fenster aus, bei geringer geneigten Dächern (41 bis 54°) ist dagegen ein Fenster mit einer Länge von bis zu 1,4 Metern empfehlenswert.
    2. Klapp-Schwingfenster können auch weiter oben angebracht werden, sodass die Unterkante erst bei 1,2 Metern liegt. Bei einer steilen Dachneigung (ca. 38 bis 55°) ist dazu eine Fensterhöhe von 98 cm ausreichend, bei Dächern mit einer geringen Neigung (25 bis 35°) sollte eine Fensterlänge bis zu 1,4 m gewählt werden.
  5. Lichtflächenplanung
    Neben dem klassischen Dachfenster gibt es weitere Möglichkeiten, den Lichteinfall zu optimieren:

    1. Panorama-Dachfenster: Mit einem besonders großen Fenster fangen Sie viel Licht ein. Besonders geeignet für die Ost- oder Westseite einer Wohnung.
    2. Zusatzelement: Mit einem “kleinen” Fenster unterhalb des Hauptdachfensters ermöglichen Sie auch Kindern freie Sicht nach außen und sorgen für besonders viel Lichteinfall.
    3. Mehrere Fenster nebeneinander: Durch besonders große Fensterflächen, zum Beispiel durch die Kombination mehrerer Fenster nebeneinander, wirken Dachräume besonders groß und freundlich.

Individuelle Tipps zur Optimierung des Lichteinfalls im Wohnraum kann Ihnen Ihr BAUWIKI-Fachbetrieb geben. Ein Experte kann Sie hier besonders gut unterstützen. Finden Sie Ihren lokalen Fachbetrieb über den Bauvorhaben-Konfigurator.

Öffnungsweite eines Dachfensters

Die Öffnungsweite eines Dachfensters ist besonders wichtig, um zu bestimmen, bis zu welcher Körpergröße man unter dem Fenster noch bequem stehen kann.

Die maximale Öffnungsweite errechnet sich aus dem Abstand zwischen unterer Flügelkante und oberer Fensterrahmenkante im geöffneten Zustand.

Bei Klapp-Schwingfenstern ist diese aufgrund der Öffnung am oberen Ende des Fensters höher als bei normalen Schwingfenstern oder Hoch-Schwingfenstern.

Lüftungsfläche

©Roto Frank Dachsystem-Technologie

Aus der Öffnungsweite ergibt sich die Lüftungsfläche eines Dachfensters.

Diese ist besonders wichtig, um zu erfahren wie schnell ein Luftaustausch im Raum bei geöffnetem Fenster stattfindet.

Hierzu wird die Öffnungsweite mit Breite und Höhe des Fensters multipliziert, um zu erfahren, wie viele Kubikmeter Luft durch das geöffnete Fenster ausgetauscht werden können.

Lichtfläche

©Roto Frank Dachsystem-Technologie

Die Landesbauordnungen in Deutschland fordern eine Mindest-Lichtfläche für Dachgeschoss-Wohnungen. Dazu wird die Lichtfläche in Bezug zur Raum-Grundfläche gemessen.

Diese wird, wenn beispielsweise 2 Dachfenster im Raum vorhanden sind, folgendermaßen berechnet:

Gesamte Lichtfläche = (Breite x Höhe Fenster 1) + (Breite x Höhe Fenster 2)

Diese sollte je nach Bundesland 10 bis 12,5% der Raum-Grundfläche entsprechen. Dabei gilt jedoch: Je größer die Lichtfläche, desto besser das Wohnklima im Dachgeschoss.

Um eine optimale Lichtausnutzung zu erzielen wird heute nach DIN 5034 empfohlen, dass die Summe der Breiten aller Fensters mindestens 55% der Breite des Wohnraums betragen.

Großzügige Glasflächen können durch mehrere Dachfenster neben und übereinander erstellt werden.

Abmessungen

Dachfensterneigungen in Relation zu Menschen
© VELUX

Damit die Einbau-Öffnung für das Dachfenster die richtige Größe hat und die Lichtflächenplanung sinnvoll durchgeführt werden kann, werden verschiedene Abmessungen benötigt.

Neben Breite und Höhe des Fensters sind das unter anderem Lichtmaße, Außenmaße, Öffnungsweite, Lüftungsfläche und Lichtfläche.

Bei einem Neubau ist es sinnvoll von der gewünschten Fensterbreite und Fensterhöhe auszugehen. Die Fensterhöhe kann über die Dachneigung errechnet werden:

Empfohlen ist die Fensterunterkante 90 cm (bei Klapp-Schwingfenstern 120 cm) über dem Boden und die Fensteroberkante ca. 2 Meter über dem Boden.

Daraus lässt sich die nötige Fensterlänge in Abhängigkeit von der Dachneigung gut errechnen. Verbreitet sind hier Längen von 98 cm bis 1,4 Metern.

Fensterbreite und Sparrenabstand

Diagramm der verschiedenen Maße bei Dachfenstern
Verschiedene Maße am Dachfenster © VELUX

Die Fensterbreite lässt sich in der Regel über die Dachsparren bestimmen: Das Fenster sollte möglichst zwischen zwei Dachsparren (den tragenden Holzbalken des Daches) verbaut werden.

Als Faustregel für die Planung von Dachsparren bei Neubauten gilt:

Sparrenabstand = Breite des Dachfensters + 4 bis 6 cm

Bei bestehenden Häusern gilt der Sparrenabstand analog als Richtwert für die Planung von neuen Dachfenstern. Stimmen Sie daher die genauen Fenstermaße direkt mit Ihren Handwerker ab. Der Fachmann kann die Maße so abstimmen, dass die Fenster wirklich perfekt passen.

Jedoch ist die Fensterbreite nicht zwingend vom Sparrenabstand abhängig. Die Öffnungen im Dach können durch einen Fachmann angepasst werden:

Bei einem zu breiten Sparrenabstand wird der Sparren aufgedoppelt. Bei einem erheblich zu breiten Sparrenabstand wird ein Hilfssparren und Wechsel eingesetzt.

Wenn der Sparrenabstand zu schmal ist, wird ein Hilfssparren angeflanscht und der Sparren für das Fenster ausgeschnitten. Wenn der Sparrenabstand erheblich zu schmal ist, wird der Sparren ausgeschnitten und mit Wechsel und Hilfssparren auf die notwendige Größe erstellt.

Ein wichtiger Hinweis: Wechsel, Aufdoppelungen und ähnliches sind Eingriffe in die Statik des Daches, die weitergehende Prüfungen nach sich ziehen. Ihr BAUWIKI-Fachbetrieb kann Sie hierzu kompetent beraten.

Eindeckrahmen

Außenanschicht eines Dachfensters mit Eindeckrahmen
© VELUX
Ein Eindeckrahmen dichtet denAnschlussdes Dachfensters abund überdeckt die Verbindung zwischen Anschluss des Dachfensters und Dachstuhl. Damit ist ein sicherer Schutz vor Regen, Schnee und anderen Witterungseinflüssen garantiert. Der Eindeckrahmen ist einunverzichtbares Bauteil bei einem Dachfenster. Bei der Auswahl des richtigen Eindeckrahmens sind vor allem zwei Faktoren wichtig: Zum einen entscheidet die Dacheindeckung, zum anderen die Dachneigung. Die Neigung ist entscheidend, da entlang des Eindeckrahmens Wasser vom Dach seitlich abgeführt wird. Hierbei entscheidet die Dachneigung über Fließgeschwindigkeit und Menge des abfließenden Wassers. Abhängig davon muss die Wasserführung des Eindeckrahmens gestaltet sein. Der Eindeckrahmen muss ebenfalls an das Material der Eindeckung angepasst ausgewählt werden, damit entlang des Abdeckrahmens kein Tropf- oder Kriechwasser in die Fensterkonstruktion gelangen und dort Schaden anrichten kann.
In der Regel werden Eindeckrahmen speziell für folgende Dacheindeckungen angeboten:

  • Ziegel
  • Welle
  • Schiefer
  • Biberschwanz
  • Metallstehfalz

Auch für den Einbau von Dachfenstern, die sich über den First erstrecken, braucht es einen speziellen Eindeckrahmen, der den Winkel des Firsts genau trifft und besonders gut abdichtet.

Adapterrahmen

Verschiedene Ansichten von Dachfenstern mit Adapterrahmen
© VELUX
Eine Spezialform des Eindeckrahmens ist der sogenannte Adapterrahmen, der beim Austausch bzw. der Modernisierung von alten Dachfenstern verwendet wird. Dachfenster der neuen Generation werden meisttiefer als alte Dachfenster verbaut. Damit weiterhin ein sauberer Abschluss gewährleistet wird, muss der Adapterrahmen diese Differenz ausgleichen.

Aufkeilrahmen

Dachfenster mit Aufkeilrahmen
Aufkeilrahmen am Dachfenster ©Roto Frank Dachsystem-Technologie
Der Eindeckrahmen kann auch in Form eines Aufkeilrahmens gestaltet sein: Dieser sorgt für einen vergrößerten Wohnraum, indem er die Neigung des Dachfensters verringert. Das Dachfenster wird vom oberen Ende her etwas nach außen gehoben, sodass im Inneren eine vergrößerte Stehhöhe geschaffen wird. Dies ist besonders für ein Dachgeschoss mit einer hohen Dachschräge eine einfache Möglichkeitmehr Wohnraum zu schaffen. Ein Aufkeilrahmen ist mit fast jedem Dachfenster kombinierbar.

Wohndachfenster

Dachfenster von Roto
©Roto Frank Dachsystem-Technologie

Dachfenster sind eine spezielle Art von Fenstern, die in das Dach eines Wohnhauses montiert werden und somit im obersten Geschoss bzw. Dachboden für Lichteinfall sorgen.

Dachfenster werden für gewöhnlich entlang der Dachschräge montiert, es gibt jedoch auch Modelle für Häuser mit einem Flachdach.

Wie alle anderen Fensterarten bestehen sie in der Regel aus zwei Teilen: einem festen Rahmen, sowie festen Fensterfüllungen oder beweglichen Fensterflügeln.

Weitere wichtige Elemente beim Dachfenster sind der Anschluss ans Dach, der das Fenster abdichtende Eindeckrahmen sowie der Griff, mit dem sich das Fenster öffnen lässt.

Dachneigung

Verschiedene Dachneigungen im Maßstab zum Menschen
Abhängigkeit der Fensterlänge von der Dachneigung © VELUX

Die Dachneigung ist besonders wichtig für die Regensicherheit eines Dachfensters. Der Zentralverband des deutschen Handwerks hat eine Regeldachneigung festgelegt.

Diese legt die Untergrenze für den Neigungswinkel der Dachschräge abhängig vom Eindeckmaterial fest. Beispielsweise darf bei Flachdachziegeln eine Dachschräge von 22° nicht unterschritten werden. Steilere Dachschrägen sind in der Regel kein Problem.

Im Normalfall sind die verschiedenen Dachfenster-Modelle auf unterschiedliche Dachneigungen ausgelegt. Nachdem die eigene Dachneigung bekannt ist, kann ein passendes Dachfenster-Modell ausgewählt werden.

Auch aus visueller Sicht ist die Dachneigung für die Auswahl des richtigen Dachfensters wichtig: Denn ins Dachgeschoss soll möglichst viel Licht fallen, damit der Raum vom Tageslicht erhellt wird.

Dabei gilt die Faustregel: Je flacher die Dachneigung, desto höhere Dachfenster sollten gewählt werden, um einen optimalen Lichteinfall zu gewährleisten.

So liefert beispielsweise ein Dachfenster mit einer Höhe von 1,6 m bei einer Dachneigung von 35° denselben Lichteinfall wie ein Dachfenster mit einer Höhe von 1,18 m bei einer Dachneigung von 55°.

Einbauhöhe

© VELUX

Die Einbauhöhe entscheidet über den Lichteinfall in den Raum: Als ideal, damit möglichst viel Helligkeit in den Raum gelangt und auch sitzende Personen noch durch das Fenster blicken können, gilt eine Einbauhöhe von 90 cm über dem Fußboden.

Bei Klapp-Schwingfenstern gilt aufgrund der Bedienung an der Unterseite eine Einbauhöhe von 120 cm als ideal.

Damit hier ein bequemer Ausblick im Sitzen möglich ist, kann beispielsweise ein Zusatzelement das Fenster nach unten verlängern.

Die Fensteroberkante soll nicht über 2 Meter Einbauhöhe liegen.

Fensterflügel und Fensterrahmen

Foto eines Schwingfensters mit Beschriftung der Einzelteile
Verschiedene Merkmale eines Schwingfensters© VELUX

Die beiden wichtigsten Teile eines Dachfensters sind Fensterrahmen und Fensterflügel.

Dabei stellt der Fensterrahmen den fest in der Fensteröffnung verbauten, unbeweglichen Teil des Dachfensters dar.

Der im Rahmen montierte Fensterflügel ist der bewegliche, verglaste Teil des Dachfensters.

Fensterflügel

Kinder gucken aus dem Dachfenster
©Roto Frank Dachsystem-Technologie

Der bewegliche Teil eines Fensters ist der sog. Fensterflügel. Er ist am Fensterrahmen montiert und kann geöffnet oder geschlossen werden.

Dabei unterscheidet man zwischen den verschiedenen Öffnungsarten des Fensterflügels: Schwingflügel, Kippflügel sowie Hebeflügel sind die beliebtesten Öffnungsarten bei Dachfenstern.

Je nach Anzahl der Fensterflügel unterscheidet man zwischen einflügeligem, zweiflügeligem und mehrflügeligem Dachfenster.

Fensterrahmen

Visualisierung des verankerten Fensterrahmen
© VELUX

Der Fensterrahmen ist der Teil des Dachfensters, der mit der sogenannten Fensteröffnung festverbaut ist.

Der Fensterflügel ist mit dem Fensterrahmen montiert. Der Fensterrahmen eines Dach- oder Wohndachfensters wird in der Regel zwischen den Sparren montiert.

Als Sparren bezeichnet man die Träger, die von der Traufe zum First verlaufen und die Dachhaut tragen.

Der Fensterrahmen wird meist aus Holz oder Kunststoff gefertigt. Jedes dieser Materialien bringt spezielle Vorteile für den Fensterrahmen mit sich.

Griff (Griffleiste, Einhand-Griff)

Einhand-Griff
©Roto Frank Dachsystem-Technologie

Mit dem Griff wird das Fenster bedient bzw. benutzt: Das Fenster wird mit dem Griff geöffnet, geschlossen oder wenn möglich in die Lüftungstellung gebracht.

Als Griff kommt je nach Fenster entweder eine Griffleiste oberhalb am Fensterflügel montiert oder ein Fenster-Griff (auch Einhand-Griff genannt) unterhalb des Fensterflügels montiert zum Einsatz.

Anschluss

Handwerker bei der Montage des Dachfensters
Montage des Dachfensters © VELUX
Der Anschluss eines Dachfensters ist die baukonstruktive Verbindung mit dem Dachstuhl. Hier wird das Dachfenster an die Fensteröffnung montiert. Die Anschlüsse des Fensters werden je nach Ausrichtung in der Fensteröffnung benannt: Der untere waagerechte Teil des Fensteranschlusses auf der Innenseite wird als Fensterbank bezeichnet. Unterhalb der Fensterbank liegt die Fensterbrüstung. Die seitlichen, vertikalen Begrenzungen werden als Fensterlaibung bezeichnet.

Dämm- und Anschlussrahmen

Außenansicht eines Dachfensters mit Dämm- und Anschlussrahmen
Dämm- und Anschlussrahmen © VELUX
Der Anschluss wird in der Regel mithilfe eines Dämm- und Anschlussrahmens hergestellt. Dieser sorgt für eine fachgerechte Dämmung zwischen Dach und Dachfenster, was Kältebrücken sowie Kondenswasserbildung im Wohnbereich vermeidet (In der Regel ist dieser aus Kunststoff gefertigt). Durch die aufeinander abgestimmten Montagewinkel von Dachfenster und Anschlussrahmen werden beide Bauteile dauerhaft zu einer optischen Einheit verbunden.

Dampfsperrschürze

Dampfsperrschürze bei der Montage eines Dachfensters
Dampfsperrschürze© VELUX
Eine Dampfsperrschürze wirdam Innenfutter des Anschlussrahmens angebracht und überbrückt dieTemperaturunterschiede zwischen Innen- und Außenseite: Die absolut luftdichte Konstruktionder Dampfsperrschürze verhindert, dass warme Raumluft in die Fensterkonstruktion gelangen kann und durch Feuchtigkeit Schäden am Fenster entstehen.

Anschlussschürze

Handwerker bei der Montage einer Anschlussschürze
Montage der Anschlussschürze © VELUX
Auf der Außenseite des Anschlussrahmenswird eine Anschlusschürze montiert, die das von der Dachfläche bei Regen abfließende Wasser seitlich am Fenster vorbeileitetund das Fenster zusätzlich gegen Witterungseinflüsse abdichtet. Eine Wasserableitrinne leitet Feuchtigkeit, die oberhalb der Fensteröffnung herabfließt, zur Seite ab. Für weiteren Schutz für Witterungseinflüssen kann ein Winddichtheitsset das Dachfenster von außen gegen Zugluft abdichten.